00:00:00: Bevor es losgeht, eine Frage.
00:00:03: Hörst du uns oder siehst du uns eigentlich schon?
00:00:08: Diesen Podcast gibt es ab sofort auch als Videopodcast.
00:00:12: Das heißt, du entscheidest ob du uns weiterhin hören willst oder ob du uns auch als Video anschauen möchtest.
00:00:20: Möglich macht's dieses wunderschöne neue Videopodcast-Studio mit freundlicher Unterstützung der Firma Fotokücher, dem Experten rund um alles wenn es um Fotografie und Videos geht.
00:00:31: also danke dafür!
00:00:33: Also ab sofort hören wir uns nicht nur sondern wir sehen uns und jetzt gehts los.
00:00:38: viel Spaß!
00:00:44: Für mehr Wohlbefinden mit Elisabeth Eidenberger.
00:01:09: Aber auch so, dass wir zusätzlich zu den Medikamenten und Dingen, die wir verschrieben bekommen vielleicht etwas Zusätzliches brauchen.
00:01:17: Vielleicht brauchen wir ein bisschen mehr miteinander!
00:01:21: Technisch lautet der Begriff Social Prescribing und was da dahinter steckt, über das sprechen wir heute.
00:01:28: Ich habe eine wundervolle Gesprächspartnerin.
00:01:30: Sie ist Geschäftsführerin der ProG's in Linzig.
00:01:32: Herzlich willkommen Doris Polzer!
00:01:34: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:01:37: Schön dass sie sich Zeit nehmen.
00:01:38: jetzt habe ich gesagt Social Prescriping wenn man es jetzt grob übersetzt heißt so etwas wie Verschreiben jemanden etwas Soziales, also das ist ganz hard.
00:01:48: schaut wie man auf Österreichisch sagen würde.
00:01:50: Was bedeutet denn dieser Begriff?
00:01:53: so dass wir dann mal grob sagen okay worum geht es denn hier eigentlich?
00:01:58: Sie können sich das so vorstellen, sie gehen zum Arzt oder sie gehen zu ihrer Hausärztin weil sie sich nicht wohlfühlen.
00:02:04: Sie haben unterschiedlichste körperliche Beschwerden und im Gespräch mit Ihrer Hausärztin stellt sich heraus dass sie unter anderem auch darunter leiden sozial isoliert sind, dass sie einsam sind und einfach nicht mehr unter die Leute kommen.
00:02:20: Jetzt würde Ihre Hausärztin Sie nicht nur fragen was ihnen fehlt und die medizinischen Ursachen ihre Beschwerden abklären sondern sie fragt sie auch was würden Ihnen denn helfen im Alltag um wieder einen Schritt in die Gemeinschaft machen zu können?
00:02:35: Sie könnte sie dann zu einer sogenannten Link-Werkerin der nächste englische Begriff in diesem Konzept weiter empfehlen die sich dann wirklich für diesen Social Prescribing Prozess, für diese Idee der Verschreibung von sozialen Kontakten ausführlich Zeit nimmt.
00:02:55: Die mit ihnen ein Gespräch führt und sie nach ihren Interessen fragt, in ihren Ressourcen anknüpft und die dann ein für Sie passendes Angebot findet.
00:03:06: Damit endet aber das Social Prescribing nicht, sondern eine Linkwerkerin würde für sie dann auch noch mal einen ersten Zugang zu einer bestimmten Gruppe, zu einer Aktivität organisieren, würden ein erstes Kennenlernen vereinbaren und nachdem Sie vielleicht den erste Mal dort waren, Sie auch weiter begleiten, fragen ob es geklappt hat und Sie weiter unterstützen?
00:03:30: Da sind wir in Wirklichkeit an sich so einem Grad wo man sagt ja Es fehlt einem vielleicht ein bisschen eben diese sozialen Kontakte.
00:03:37: Wir wissen ja in Wirklichkeit, dass uns diese soziale Kontakte gut tun.
00:03:40: Es ist aber eben nicht jemand wo man sagt auch einen Arzt seine Erste nicht sagt das ist gleich eine Therapie die notwendig ist.
00:03:47: also das ist keine direkte Therapieform sondern es geht tatsächlich um das Miteinander.
00:03:55: absolut.
00:03:56: Social Prescribing ersetzt auch keine medizinische Behandlung oder eine psychotherapeutische Intervention.
00:04:03: Social Prescribing ist eine Ergänzung zur Gesundheitsversorgung.
00:04:07: und man kann sich es vielleicht auch so vorstellen, wir haben in Österreich ein gut ausgebautes Gesundheitsversorgnungssystem mit Ärzten, mit Therapeuten, mit Krankenhäusern.
00:04:16: Mit allen Einrichtungen die die Menschen medizinisch behandeln.
00:04:19: Und daneben gibt's den Bereich der Gesundheitsförderung ja auch im Gemeinden heißt kommunale Gesundheitsfördern mit Angeboten für Bewegung Ernährung psychisches Wohlbefinden, soziale Kontakte und Gesundheit in der Gemeinde.
00:04:34: Und diese beiden Bereiche stehen oft sehr unverbunden nebeneinander.
00:04:39: und das ist das was mich damals an dem Social Prescribing einfach sofort begeistert hat.
00:04:44: Warum nutzen wir nicht die Kontakte, die die Menschen sowieso haben mit ihren Hausärzten?
00:04:49: Mit ihren Haus Ärztinnen um ihnen so auch den Zugang zu sozialen oder gesundheitsfördernden angeboten zu ermöglichen.
00:04:57: Wir hatten damals, ich glaube, das war im Jahr twohundachzehn mit der Primärversorgungseinrichtungen in Haasloch, konkret eigentlich mit deren Gründer Dr.
00:05:07: Erwin Rebhandel einen konginialen Partner um dieses Konzept im oberen Müllviertel umzusetzen.
00:05:15: Also sozusagen in Art!
00:05:16: Pilotprojekt, um dem Thema einmal Raum zu geben und mir auch in der Praxis auszuprobieren wie funktioniert es denn.
00:05:23: Vielleicht schaffen wir ein Beispiel wo man dann vielleicht noch mal besser versteht.
00:05:27: also es kommt jemand zum Arzt weil er oder sie irgendein Problem hat?
00:05:34: Ja denken wir an vielleicht eine die seventy-jährige ältere Frau die immer wieder zu ihrem Hausarzt kommt schläft schlecht, fühlt sich unwohl und erschöpft.
00:05:50: Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass es ein Lebensereignis gegeben hat, das ihren gewöhnlichen Alltag ein Stück weit verändert hat.
00:05:58: Das war der Tod ihres Mannes und seit dem Tod des Mannes geht sie nicht mehr aus dem
00:06:04: Haus.".
00:06:06: Jetzt könnt ihr Ihr Hausarzt Social Prescribing empfehlen.
00:06:10: Sie kommt dann oder sie geht dann eine Tür weiter vielleicht, wie es bei uns in Haslach ist auf dem Marktplatz hinauf.
00:06:18: in unser Gesundheitsbüro trifft dort auf gut qualifizierte psychosozial ausgebildete Fachkraft, die sich mit ihr diesen Social Prescribing Prozess startet.
00:06:32: Sie führt mit ihrem ausführliches Gespräch und knüpft an ihren Fakt nicht nur was ihr fehlt sondern... vielleicht auch, was ihr den Alltag erleichtern würde.
00:06:41: Was es sich jetzt noch zutraut selber und im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus dass die Frau früher gerne gesungen hat oder gerne mit ihrem Mann Kartenspielen gegangen ist.
00:06:52: Was sich alles einfach aufgehört hat durch dieses Lebensereignis mit dem Tod des Mannes.
00:06:58: Und dann würde die Linkwerkerin einen Kontakt herstellen zu einer Gruppe, die für die Frau passt örtlichen Chor, vielleicht auch zu einer Tarotkunde im Ort und stellt einfach und organisiert auch ein erstes Kennenlernen.
00:07:14: Also der entscheidende Punkt ist nicht dass die ältere Dame weder vom Arzt einfach eine Telefonnummer erhält oder eine Liste mit fünf verschiedenen Kursen.
00:07:28: Auch bei der Linkwerkerin ist es so das sie nicht sagt schauen Sie da haben wir fünf Kurse suchen sich was aus sondern Wenn es wird ganz gezielt mit der Frau herausgearbeitet, wo denn ihre Interessen liegen und was dann auch wirklich eine niederschwellige Möglichkeit wäre für sie wieder tatsächlich einen Schritt herauszumachen.
00:07:47: Und wenn sie dann vielleicht dort angekommen ist, vielleicht einmal hingegangen ist, dann ist schon viel erreicht worden.
00:07:54: aus dem Satz – da gehe ich sicher nicht alleine hin – das Satz wird nächste Woche kommen wieder.
00:08:00: Das war lustig!
00:08:02: Also Link-Workerinnen natürlich jetzt den englischen Begriff auch, also dieses Verbindung schaffen in Wirklichkeit.
00:08:08: Diese Vernetzung weil ja und das wissen wir ja es gibt ja oft in städtenden Orten total tolle Angebote, weil's ein Sportprogramm gibt, weils eben einen Chor gibt oder keine Ahnung, also gibts ja alles mögliche aber eben diese innere Barriere die sie in Wirklichkeit ist dass man sagt Also da gehe ich nicht hin, oder mal alleine traue ich mich nicht.
00:08:29: Oder ich kenne dort ja niemanden und dann stehe plötzlich es komisch da und dann muss ich das... Und weil weiss ob ich das wirklich kann also diese ganzen Bedenken die total gerechtfertigt sind versucht man einfach ein bisschen zu minimieren die Leute einfach an die Hand zu nehmen und versuchen wieder zu integrieren.
00:08:45: Das
00:08:46: ist ganz wichtig was sie angesprochen haben und ich möchte es wirklich noch einmal unterstreichen weil dass die Erfahrung in Haslach auch zeigt über die Jahre oft geht's nicht In erster Linie darum, dass es an Angeboten mangelt in einer Gemeinde oder in einer Region, sondern am Weg dorthin.
00:09:02: Der Weg dothin ist das Entscheidende, dass die Menschen, die von einem Angebot profitieren könnten den Weg dort hinfinden und das ist ein... Kern-Elemente Social Prescribing.
00:09:16: Wie viele Menschen haben das konkret in Haslach schon in Anspruch genommen?
00:09:19: Wie oft kommt da jemand in dieses Gesundheitsbüro?
00:09:24: Wie gesagt, das Projekt besteht seit Zwei-Tausendneunzehn.
00:09:28: Ja wir hatten eine Aufbauphase Wir hatten Corona wo wir auch eigentlich schon eigentlich wirklich gut arbeiten konnten, weil es gelungen ist ein großes Netzwerk zu etablieren.
00:09:39: Aber noch einmal auf Ihre Frage zurückkommend am Beginn standen einzelne Initiativen.
00:09:46: Ja am Beginn standen, wenn ich drei herausgreife die wirklich auch innovativ waren in der Region weil es das dort noch nicht gegeben hat war der Mittagstisch wo gemeinsam gekocht und gegessen wird unter Einbindung der örtlichen, nicht der öertlichen sondern der Dietologin aus dem Primärversorgungszentrum.
00:10:04: Das war ein wunderbares Beispiel was uns zum Beispiel gelungen ist eine fünfundneunzigjährige Frau die mittlerweile im Rollstuhl sitzt die früher leidenschaftliche Köchin war ja hier mit einer auch über uns dann organisierten Fahrdienst zu diesen Gruppen zu bringen, die einfach sonst keinen Anschluss mehr hatte.
00:10:23: Dann hat sehr schnell dieses Programm oder diese Initiative Rüstung statt Rostik gegeben – das ist ein Bewegungsprogramm für hochaltrige Personen, womit von der Physiotherapeutin geschulten ehrenamtlichen Gesundheitspartnerinnen gemeinsam geturnt oder eben Übungen gemacht werden.
00:10:45: So, das fällt mir ein es gibt also sie sind zu einzelnen Initiativen entstanden ist sehr bald eigentlich auch in Erinnerungskaffee entstanden für Menschen mit und ohne Demenz.
00:10:56: aber so was ich sagen will hat sich dann aus diesen Einzelinitiativen ein ganz großes Netzwerk entwickelt, wo wir auch mit den ortsansässigen Vereinen und den ehrenamtlichen Initiativen mit der gesunden Gemeinde begonnen haben zu kooperieren.
00:11:13: Und so ist eigentlich auch in der Region ... Ein tragfähiges Netzwerk an Initiativen und Unterstützungsmöglichkeiten entstanden ist.
00:11:23: vielleicht der zweite wesentliche Aspekt bei diesen Social Prescribing oder auch beim Linkworking, dass es nicht nur die Menschen in ein Angebot.
00:11:34: vermittelt, sondern dass über den Social Prescribing Prozess konkrete Bedarfe und Bedürfnisse sichtbar werden.
00:11:44: Dass sofort etwas greift wie ein weiteres Verbinden mit bestehenden.
00:11:49: Vereinen mit bestehenden Initiativen oder wenn eine Lücke auftritt.
00:11:54: Also man sieht, da gibt es nichts, dass es auch gelingt neue Initiative ins Leben zu rufen.
00:12:01: Wie viele
00:12:03: Social Prescribing-Stationen nenn ich jetzt mal?
00:12:05: Gibt's denn eigentlich schon in Oberösterreich im Speziellen?
00:12:09: Ist das jetzt schon in mehreren Orten umgesetzt?
00:12:13: Ich kann das nicht ganz genau beantworten.
00:12:15: Da müsste man bei der Gesundheit Österreich nachfragen, die über Förderkolls dieses Social Prescribing-Initiativen versucht ins Leben zu rufen.
00:12:27: Meines Wissens gibt es in ganz Österreich an die vierzig, fünfzig Initiativen aber das ist keine gesicherte.
00:12:35: Also man muss sich überlegen, unser Projekt war damals das erste.
00:12:39: Wir haben das aus Großbritannien quasi importiert und de facto seit knapp acht Jahren beschäftigt man sich auch wirklich strukturell in Österreich damit dieses Konzept zu
00:12:57: etablieren.".
00:12:58: Das heißt es ist jetzt über ein Förderangebot natürlich?
00:13:01: die vielleicht aus einer Gemeinde zuhören und sie denken, das wäre doch ein tolles Angebot.
00:13:05: Das ist wirklich über eine Förderung, die man versucht eben so bekommen dann ab und dann abgewickelt Ressourcen geschaffen damit es kein Bezahlangebot.
00:13:15: also es muss jetzt niemand bezahlen in den Sinne sondern das geht immer um die Gesundheitsförderungen und
00:13:21: finanziert dieses klassisch über Projektförderung.
00:13:24: Das sind sehr oft der Fall im Bereich der kommunalen Gesundheitsfördern oder der setting orientierten Gesundheitsfördern.
00:13:31: Man muss auch klar dazusagen, es ist eine Innovation wirklich strukturell zu versuchen.
00:13:37: Die Gesundheitsversorgung mit der Kommunalgesundheitsförderung oder dem Gemeindeleben zu koppeln und insofern muss man sich um den nötigen Mittel dafür bewerben sozusagen.
00:13:50: Jetzt haben Sie gesagt, sie haben sich die Idee in Großbritannien angeschaut.
00:13:53: Wo es auch schon Flächendeckender ist als das jetzt bei uns ist.
00:13:57: Was sind so Learnings?
00:13:59: Wenn Sie dort hinschauen was passiert da mit den Menschen und welche Entwicklungen können Sie da schon beobachten?
00:14:05: Ja also wie gesagt wir haben das Jahr zwartausend, achtzehn, zweitausend neunzehn kennengelernt.
00:14:10: Wir haben uns damals ... Proges aus der Berater Sicht und Dr.
00:14:16: Erwin Rehpandel aus der Gründersicht mit der Frage der Primärversorgungszentren und deren Etablierung beschäftigt, also mit der Einrichtung dieser multiprofessionellen Versorgungsteams – und haben im Zug einer Veranstaltung einen Vortrag in Wien eines Arztes aus London gehört, der dieses Konzept aus London vorgestellt hat.
00:14:38: Und wir haben uns angeschaut und gesagt das machen wir!
00:14:41: Wir haben uns dann auf eigene Kosten mit unseren Teams eine Lernreise nach London organisiert, haben uns das dort angeschaut und haben es ins obere Müllviertler transferiert.
00:14:52: Und was man lernen kann ist also in England oder in Großbritannien ist es so dass Social Prescribing Teil des National Health Service einfach strukturiert das National Health Service ist und dort strukturell verankert ist.
00:15:06: Das heißt, Linkworking hat ein klares Aufgabenprofil, klare Qualifikationsanforderungen und auch die notwendigen Finanziellen.
00:15:18: In Österreich sind wir da noch in einer Erprobungs- und Entwicklungsphase.
00:15:24: Ich sehe für das Social Prescribing in Österreich ein sehr großes Potenzial vor dem Hintergrund, dass wir eine sehr gut etablierte kommunale Gesundheitsförderung haben.
00:15:34: Es gibt ganz viele engagierte Gemeinden, es gibt in den Gemeindenvereinen ehrenamtlichen Strukturen.
00:15:43: Das was fehlt ist, dass man die gut zusammen verbindet.
00:15:47: Aber das ist aus meiner Sicht möglich.
00:15:50: Jetzt haben Sie vorher gesagt Erinnerungskaffee?
00:15:53: Was ist das genau?
00:15:54: Ja, das Erinnerungscafé ist ein Raum für Menschen mit Demenz und ohne Demenz Ein Raum wo nicht die Krankheit sondern die Begegnung im Mittelpunkt steht Wo man sich erinnert, wo man sich austauscht, wo wir einfach eine Gemeinschaft erlebt die Mans platz hat oder wo die Mans auch einen Raum hat.
00:16:19: Das war damals eine kleine Initiative, sie gibt es jetzt schon sehr lange und wir haben von Anfang an mit der MS die Manservice-Stelle kooperiert und es war ein Impuls eigentlich auch in Richtung einer demenzfreundlichen Gemeinde, demenz freundlichen Region.
00:16:37: Also es profitieren Menschen davon die vielleicht gerade auch erste Anzeichen einer möglichen Erkrankung haben.
00:16:45: Es profitieren Angehörige davon vom Austausch mit anderen, die über Familienangehörige mit der Krankheit konfrontiert oder davon betroffen sind.
00:16:55: und was auch sehr fein war zu beobachten, dass es über diese Kooperation mit der Demenz-Service-Stelle einfach gelungen ist.
00:17:05: ganz niederschwellige Schnupperangebote, den einen oder die andere auch dazu zu bewegen.
00:17:12: Vielleicht mal eine professionelle Abklärung im Sinne einer Diagnostik in Anspruch zu nehmen?
00:17:19: Weil das gleiche Beispiel wie wir es vorher schon besprochen haben, na ich habe das nicht!
00:17:24: Ich gehe da sicher nicht hin und brauche mich nicht testen lassen.
00:17:29: Also da die Hürde ein bisschen kleiner zu machen, jetzt haben wir ganz viel über die älteren Personen gesprochen.
00:17:34: Demenz betrifft auch die Älterin.
00:17:36: oder wenn eben die Dame den Ehemann verloren hat und nicht mehr rausgeht ist das ein Thema des Alters?
00:17:43: Social Prescribing?
00:17:46: Das ist nicht so eindeutig zu beantworten aus meiner Sicht oder aus unserer Erfahrung im Projekt.
00:17:52: Ich würde schon sagen, dass in den letzten Jahren doch das Thema Einsamkeit und soziale Isolation ein großes gesellschaftliches Thema ist – das momentan schon noch hauptsächlich ältere oder hochaltrige.
00:18:07: Personen betrifft gleichwohl wir ja auch wissen, dass es über die ganzen Einflussfaktoren mit Social Media zunehmend auch jüngere Kinder und Jugendliche betriffte.
00:18:17: Aber das wäre eigentlich ein eigenes Thema wie damit Einsamkeit oder mit sozialer Isolation umzugehen ist.
00:18:26: Das würde ich sagen, das haben wir nicht so fokussiert bei uns im Projekt.
00:18:30: Das ist nicht ein so großes Thema noch In dieser Region, die wir momentan betreuen.
00:18:37: Ich kann aber schon sagen, dass Social Prescribing auch vielfach jüngere oder quer durch alle Altersgruppen oder eigentlich beide Geschlechter davon profitieren können – sowohl Männer als auch Frauen beispielsweise!
00:18:54: Wir haben schon Jüngere ... Personen, die zum Beispiel psychisch erkrankt sind.
00:19:00: Die natürlich medizinisch diagnostiziert und behandelt werden denen aber trotzdem beispielsweise der soziale Kontakt, die Begegnungsmöglichkeit sehr hilft.
00:19:11: Also wir haben beispielsweise einige jüngere Personen... Depressionen haben, die eben wie gesagt medizinisch behandelt und begleitet werden.
00:19:24: Und Medikation haben aber auch von bestimmten sozialen Kontakten profitieren.
00:19:30: oder wir haben zugezogene Jüngere, die sehr kompetent sind, die zum Beispiel handwerkliche technische Fähigkeiten haben, Beim Einrichten eines Smartphones helfen können und im Gegenzug besteht für Sie die Möglichkeit, einfach Deutsch zu lernen.
00:19:50: Also ganz viele Dimensionen, die man eigentlich mit dem dann auch vielleicht lösen könnte oder die man da in Anspruch nehmen könnte.
00:19:56: Jetzt gibt es natürlich diese Einrichtungen noch nicht so viele in Österreich.
00:20:00: Schön wenn man in einer Gegend wohnt, wo es das schon gibt – was würden sie den Menschen empfehlen?
00:20:05: Wo es das einfach nur noch nicht gibt, die aber vielleicht eben ... wieder etwas mehr raus wollen, die vielleicht ein bisschen mehr Anschluss finden möchten.
00:20:11: Was wäre dein Ehtipp?
00:20:13: Dass man diesen eigenen inneren Schweinehund, der einem manchmal zurückhält überwinden kann und sagt ich dürfte da hingehen.
00:20:20: Ihr könnts das!
00:20:21: Es kann nichts schief gehen es tut euch wahrscheinlich gut.
00:20:26: Ja, was wäre der Tipp?
00:20:28: Ich denke mal dass es eigentlich sehr schnell etabliert ist.
00:20:32: Social Prescribing also man braucht schon eine, man braucht zwar psychosozialqualifizierte Fachkräfte ja das können Sozialarbeiter, Sozialarbeiterinnen sein oder andere psychosocial qualifizierten Fachkräften Also es braucht schon für Social Presccribing sowas wie eine professionelle Koordination.
00:20:56: Das ist aus meiner Sicht ganz wichtig, das gehört auch mit Ressourcen ausgestattet, es gehört bezahlt und aber der Tipp folgt momentan gar nicht.
00:21:10: Aber vielleicht haben wir mit dem Podcast ja schon einen kleinen Anstoß gegeben dass sich jemand denkt Stimmt, eigentlich könnt ihr mal vorbeischauen.
00:21:19: Weil ich weiß eh da gibt es keine Ahnung irgendeinen Standtisch oder es gibt schon eine Kartenrunde.
00:21:24: vielleicht klopfen wir an und probieren aus?
00:21:28: Also meiner Erfahrung nach das wäre vielleicht ein Tipp.
00:21:31: Es gibt in vielen Gemeinden in vielen Regionen einfach engagierte Vereine die man gewinnen könnte für einen Gute Vernetzung, sage ich jetzt mal.
00:21:42: Aber wie gesagt es braucht dann doch immer den Profi oder die qualifizierte Fachkraft, die das dann auch organisiert und koordinieren kann.
00:21:52: Also Linkwerkerinnen haben schon ein ganz spezielles Kompetenzprofil.
00:21:58: Sie können sehr gut zugewandt zuhören, sie haben Begleitungskompetenz können Bedürfnisse in Gesprächen erruhieren.
00:22:07: Sie können Kontakte herstellen und eben ganz, ganz wichtig sie haben Informationen wie in der Region des Vereinsleben die Unterstützungsmöglichkeiten aufgestellt sind.
00:22:18: also sie arbeiten auf diesen beiden Ebenen mit der einzelnen Person und auch auf der Gemeindeebene dieser Netzwerkebene.
00:22:27: Also diese sozialen Kontakte und wir wissen es ja in Wirklichkeit dass sie uns so gut tun, gerade wenn was wegbricht.
00:22:34: Wenn sich etwas verändert im Leben, also gerade auch in Zeiten von Unsicherheit.
00:22:38: Jetzt ist ja auch ein...wenn man so ein bisschen rundherum schaut das ist nicht alles einfach.
00:22:42: Man hat vielleicht Sorgen die man mit niemandem bespricht.
00:22:46: dann hat man immer die Möglichkeit zum einen die sozialen Kontakte und zum anderen sich tatsächlich auch psychologische Hilfe zu holen.
00:22:52: Auch das ist keine Schande!
00:22:53: Vielleicht müssen wir das einmal dazu sagen.
00:22:54: Absolut und wie gesagt Social Prescribing oder Linkworking hat auch da die Grenze, wo es um medizinische Behandlung und medizinischen Interventionen geht.
00:23:05: Uns im Projekt ist ganz wichtig mit den Fachkräften in guter Abstimmung zu sein und ja, das ist glaube ich auch ein Erfolgsfaktor diese enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen Professionisten und Professionistinnen.
00:23:20: Vielen lieben Dank.
00:23:20: Sehr, sehr spannende Einblicke in ein doch glaube ich neues Thema für ganz viele also sehr interessant.
00:23:27: was tun denn Sie täglich damit sie gesund und glücklich bleiben?
00:23:32: Seine sehr persönliche Frage
00:23:34: Vielleicht gibt es eine Inspiration.
00:23:37: Was tu ich dass ich gesund und Glücklich bleibe?
00:23:42: Ich muss schon sagen ich mache meinen Job mit großer Leidenschaft.
00:23:46: die glaubt nach wie vor das Egal, ob es die Arbeit ist oder ob eine Freizeitbeschäftigung ist.
00:23:52: Ich glaube das ganz wichtig ist dass man für sich persönlich was hat wo die eigene Leidenschaft drinnen steckt.
00:24:00: Momentan ist es der Job, es ist sozusagen nicht immer die Arbeit die einen glücklich macht und mich glücklich machen.
00:24:07: im Augenblick bringt mir das momentan sehr, sehr viel Energie und gleichzeitig merke ich aber dann schon immer wenn man die eigenen sozialen Kontakte ein bisschen vernachlässigt dass man die Freundinnen nicht mehr regelmäßig trifft.
00:24:22: die Tochter oder den Sohn schon lange nicht mehr gesehen hat, dass wir leider die Woche noch nicht laufen wollen im Studio.
00:24:29: Dann merke ich schon wieder, das ist ein bisschen aus der Balance gerät des Gesundheits und damit auch das Glücklichsein unterscheuere ich dann immer, dass ich wieder die Balance herstelle nächste Woche.
00:24:40: Es ist ein Feiertag am Montag, es ist ein verlängertes Wochenende.
00:24:43: da freue ich mich schon ein bissel wieder auf hoffentlich in der Natur zu sein.
00:24:49: Wieder mal kurz Bruch zum Lesen.
00:24:51: Das schadet auf keinen Fall!
00:24:53: Ich sage vielen lieben Dank für die Einblicke, ich sag Danke fürs dabei sein und bis zum nächsten Mal.
00:24:59: Vielen Dank!