Gesund und glücklich

Gesund und glücklich

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Dieser Podcast wird Ihnen präsentiert von ProGs.

00:00:04: Wir schaffen Gesundheit!

00:00:20: Hallo und herzlich willkommen bei gesund und glücklich dem Gesundheitspodcast der Oberösterreichischen Nachrichten, ich bin Elisabeth Albenberger und ich bin wieder die, die hier die Fragen stellt.

00:00:29: Wenn man sich so ein bisschen in der Welt umblickt, dann muss man schon sagen wir leben in einer Zeit wo man gerade gar nicht zu wissen was tut sich hier eigentlich.

00:00:36: Da entstehen Kriege die hatten wir jahrzehnte nicht und selbst in unserem eigenen Umfeld da verändern sich die Dinge rasend schnell.

00:00:43: Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze ja auch Partnerschaften gehen zur Ende.

00:00:48: also Veränderung Unsicherheit das ist das Thema in unserem Leben.

00:00:52: Und das ist auch das Thema des heutigen Podcasts, denn Unsicherheit die ist da.

00:00:56: aber wie gehen wir damit um?

00:00:58: Was können wir denn tun dass wir Veränderungen besser verkraften, dass wir resilienter werden?

00:01:03: und darüber wollen wir jetzt plaudern.

00:01:04: ich sage herzlich willkommen!

00:01:06: Ich freue mich auf meine Gesprächspartnerin.

00:01:07: sie ist Gesundheitspsychologin und Arbeitspsychologe kümmert sich auch meinen eigenen Resilienzlehrgang.

00:01:12: herzlich Willkommen Renate Rechner.

00:01:15: Ich sage auch danke für die Einladung und herzlich willkommen!

00:01:18: Ja,

00:01:19: schön dass wir reden.

00:01:20: Und ich glaube das ist schon so ein Gefühl, dass jeder im Moment ein bisschen kennt vielleicht so seit Corona in Wirklichkeit noch mehr intensiver so.

00:01:27: es passieren Dinge auf die haben wir keinen Einfluss.

00:01:31: und siehst du diese dunkle Wolke, die so ein bisschen über uns schwebt?

00:01:34: Wir wissen nicht gehts ihr wieder weg kommt sie bleibt sich regnet stürmt Schneids gibt's einen Gewitter.

00:01:40: Warum ist diese Unsicherheit gerade so da, was macht das mit uns?

00:01:46: Ja ich habe so das Gefühl dass im Moment die Unsicherheiten sehr groß sind weil wir sind in einer Zeit wo alles sehr schnelllebig ist.

00:01:55: Mit der Digitalisierung es geht alles so rasch voran.

00:01:58: Das was heute gültig ist das ist morgen schon wieder nicht gültige.

00:02:02: also wir bewegen uns in einem rasanten Wandel und wir wissen gar nicht wo das hingeht.

00:02:08: und auch das macht unsicher.

00:02:11: Wachstum ist da rundherum, auf der anderen Seite ist es aber so dass wir in einem Land leben wo der Wohlstand sehr hoch ist.

00:02:19: Wir leben auf einem hohen Niveau und aus der psychologischen Forschung weiß man also das war Daniel Kajmann und Twerfsky die haben eine Forschung betrieben wie gesagt Die Angst vor Verlust ist wesentlich größer als dass man eine Chance auf einen Gewinn hat.

00:02:36: Und das heißt, wir haben ja in unserer Welt etwas zu verlieren und von dem hier ist die Unsicherheit noch eine viel größere Gefahr.

00:02:45: Warum erleben wir Unsicherkeit als Gefahr?

00:02:48: Weil alle Lebewesen sind im Prinzip darauf programmiert zu überleben.

00:02:53: Das ist das was uns auch antreibt.

00:02:56: Unsicherheid ist quasi das Gegenteil von Sicherheit.

00:03:02: Unsichheit bedeutet dann Gefahr Und mit Gefahren müssen wir uns mehr auseinandersetzen.

00:03:07: Man nennt das auch den evolutionären Negativismus, weil jede potenzielle Gefahr könnte ja dazu führen dass es unsere Überleben bedroht und darum muss man es vielmehr damit beschäftigen mit dem was nicht funktioniert oder wo wir nicht wissen wie etwas ausgeht.

00:03:23: als dass wir uns mit den positiven mit den schönen Dingen beschäftigen und von dem her erleben wird jetzt alles auch ein bisschen bedrohlicher.

00:03:32: Aber unsere Zeiten sind glaube ich nicht viel bedrohlicher als nur vor wenigen Jahrzehnten.

00:03:38: Die Siebzigerjahre, die AchtzigerJahre waren ja eigentlich auch nicht einfach und die Jahrzehnte davor schon gar nicht.

00:03:43: Und die Jahrhunderte davor auch nicht.

00:03:46: also wir leben in einer sehr guten Zeit.

00:03:48: Es begleitet uns in Möglichkeit diese Unsicherheit immer schon und auch nach wie vor.

00:03:54: Wir erleben es nur vielleicht gerade intensiver oder anders weil sie das finde spannend.

00:03:58: wir leben eben auf so einem guten

00:04:00: Wohlstandsniveau

00:04:01: dass dieses zu verlieren viel schlimmer ist als jetzt vielleicht eben in der Nachrichtszeit, wo soviel zu gewinnen war.

00:04:08: Richtig!

00:04:08: Genau da war der Verlust schon doch?

00:04:10: Da hat man nur mehr aufbauen können und das hat auch mit den Menschen was gemacht.

00:04:15: Was heute noch dazu kommt sind natürlich die sozialen Medien.

00:04:18: Wir können mit Informationen ganz anders umgehen.

00:04:21: wir haben viel mehr Informationen zur Verfügung.

00:04:24: also wir sind ja eine richtige Informationsflut ausgesetzt Und die soziale Medien verstehen sich auch darin.

00:04:31: Die haben gute Psychologen beschäftigt, nämlich dass man dran bleibt.

00:04:35: Dass wir gleich was in ein paar Stunden gleich

00:04:37: am Handy ... Weiter Skol, weiter Skol!

00:04:38: Genau

00:04:39: weil es irgendwie spannend ist, weil wieder irgendwas uns triggert und ins Belohnungssystem gehirn geht.

00:04:45: Und dazwischen kommen aber viele andere Informationen.

00:04:49: Und dann schauen wir und schauen und schauen mal und das macht uns auch nicht glücklicher.

00:04:54: Absolut glaube können wir alle zum Gewissen gerade unterschreiben Jetzt ist das Leben ja ein Auf und Ab.

00:05:01: Und in Wirklichkeit wissen wir das!

00:05:03: Das ist jetzt nicht großartig.

00:05:04: was Neues, ihr wisst es geht nicht immer noch bergauf.

00:05:07: Es gibt Höhen, es gibt Tiefen.

00:05:09: Der Kopf weist das Aber das Herz des Gefühls weiß das manchmal nicht.

00:05:14: Dann sind wir in einem Tief und wissen vielleicht gar nicht so wie wir damit umgehen können.

00:05:19: Warum ist das so dass der Kopf nicht sagen kann?

00:05:21: Ist eh klar, bis grader Tief wird schon wieder

00:05:25: weil wir das tief als wesentlich bedrohlicher wahrnehmen.

00:05:28: Und dort wo es gut läuft, das ignorieren wir mehr oder weniger mit dem müssen wir uns nicht länger beschäftigen.

00:05:35: Das bleibt nicht im Gedächtnis hängen und ich habe einmal eine Klientin bei mir gehabt und die hat genau von dem berichtet was sie gesagt hat.

00:05:45: wenn's ja gut geht das kanns gar nicht genießen weil sie weiß dass gleich wieder bergab geht.

00:05:50: und ich hab sie dann gefragt ob sich auch weiss wann sie unten ist dass doch wieder berger aufgeht.

00:05:55: Und dann hat sie mir mal angeschaut, weil das ist ja nicht bewusst gewesen.

00:05:59: Das ist der springende Punkt und damit beschäftigt sich auch die positive Psychologie.

00:06:05: Die schaut nämlich darauf dass wir nicht nur auf das schauen was nicht funktioniert sondern dass wir auch auf das schon was funktioniert.

00:06:14: Der bekannte Tool aus der positiven Psychologie ist ja das positive Tagebuch.

00:06:19: ich mir am Abend darauf schaue, welche drei positiven Erlebnisse waren heute.

00:06:25: Also dass er da und dann ganz genau hinschaut und mir überlegt was ist ein wirklich gutgeräumt in meinem Leben?

00:06:31: Dass uns das mehr bewusst wird!

00:06:34: Und das stärkt uns auch und es hilft uns mit unsicheren Situationen umzugehen weil wir die Erfahrung machen Es läuft auch gut

00:06:43: weil man ja sich manchmal dann so in diese negativ spirale selbst verfrachtet und dann sieht man immer nur das negative und man kann sich eben an gar nichts mehr so richtig erfreuen.

00:06:53: Und diese Dankbarkeits-Tagebücher, dass man sagt okay es war vielleicht doch etwas gut an diesem Tag durchbrechen vielleicht diese Spirale zum gewissen Grad?

00:07:02: Genau,

00:07:03: weil es auch tagsüber beeinflusst.

00:07:05: Wenn ich weiß am Abend soll ich mir an positive Dinge erinnern dann muss ich tagsüber schon ein bisschen die Aufmerksamkeit dorthin lenken damit ich am Abend auch was aufschreiben kann.

00:07:17: und wenn ich das am Abend dann Revue passieren lasse Dann schlafe er mir dann besseren Gefühl ein, weil ich weiß heute ist ja was schönes passiert.

00:07:25: Oder ich habe zu etwas beigetragen und man findet jeden Tag etwas Positives.

00:07:31: Und wenn es nur ein guter Schluck Kaffee ist...

00:07:34: Also auch die kleinen Dinge zählen?

00:07:35: Es zählten gerade die kleinen Dingen, die machen's aus und nicht immer die großen Dinge sondern das was alltäglich ist dass wir da wieder sehen was was Gute ist.

00:07:45: Und das gibt uns auch Sicherheit, wenn wir uns mit diesen Dingen beschäftigen.

00:07:50: Jetzt hat man manchmal das Gefühl – wir alle leben ja in dieser Zeit!

00:07:54: Das ist ja theoretisch gleich für alle.

00:07:57: Es gibt Menschen die können mit der Unsicherheit besser umgehen und andere ... In Oberösterreich wird man sagen kühlen mehr dran also denen geht's dabei schlechter sie schaffen es weniger leicht mit Veränderungen auch umzugehen, mit unvorhersehbaren Dingen.

00:08:13: Woran liegt das?

00:08:14: dass manche das scheinbar besser können als andere?

00:08:17: Da kann es viele unterschiedliche Gründe geben.

00:08:21: Es kann auch eine Depression zur Grunde liegen zum Beispiel und das müsste wir dann vielleicht abklären lassen ob eine psychische Erkrankung vorhanden ist.

00:08:30: aber bei den meisten Menschen ist es wahrscheinlich eher so auf das negative mehr achten, was sie so eingangs gesagt haben mit diesen evolutionären Negativismus.

00:08:44: Wir müssen uns damit beschäftigen um Gefahren auszuräumen.

00:08:50: Was hilfreich ist in dieser Situation ist dass wir eine leichte rote Brille auch setzen unserem Leben.

00:08:58: Das bedeutet nicht, dass wir uns die Dinge schönreden.

00:09:01: Dass wir wie Hans Guck in die Luft durch die Welt gehen und mir kann schon nichts passieren – das ist damit nicht gemeint sondern ein realistischer Optimismus aber dass wir trotzdem davon ausgehen, dass sich die Dinge gut entwickeln werden.

00:09:17: Das brauchen wir einfach!

00:09:20: Wir brauchen diese Erfahrung, dass auch selbst etwas bewirken können Und das ist ein ganz wichtiger Aspekt, handlungsfähig zu bleiben.

00:09:30: Das heißt ich muss für mich immer die Idee haben was kann ich tun und manchmal ist es nur der nächste Moment wo ich etwas tun kann.

00:09:43: Es geht nicht darum dass ich die ganze Woche gleich weiß was ich tue oder was ich nächste Woche mache sondern was mache ich in den nächsten zehn Minuten?

00:09:52: Die sind eigentlich entscheidend!

00:09:54: Weil wir ja eben gerade in dieser Zeit sind, wo man sich auch oft mal machtlos fühlt.

00:09:59: Weil man kann gegen das große Ganze nichts tun.

00:10:01: Man kann gegen die Wirtschaftslage nichts tun wenn die Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigen müssen dann kann ich ja jetzt nichts dagegen tun und dann fühlt man sich eben machtlos.

00:10:13: aber diese

00:10:13: Selbstwirksamkeit

00:10:16: wieder zu entdecken, ist natürlich gerade wenn es grad schwer läuft auch nicht so selbstverständlich.

00:10:21: Genau.

00:10:22: aber man kann das auch trainieren wie man im Resilienz lernen kann und da ist es.

00:10:31: zum Beispiel gehört es einfach auch dazu, dass man drauf schaut wo ist meine Handlungsfähigkeit?

00:10:39: Wo ist meine Selbstwirksamkeit?

00:10:41: Was kann ich tun und wo ist mein Optimismus?

00:10:44: wie kann ich den stärken was noch eine wesentliche Haltung ist wenn wir jetzt Resilienz hernehmen.

00:10:50: das ist auch Akzeptanz Dinge anzunehmen die ich nicht verändern kann wo ich keinen Einflussbereich darauf habe.

00:10:58: Das ist auch zu akzeptieren.

00:10:59: sowie des Wetter

00:11:02: Kann ich mich jeden Tag ärgern theoretisch oder

00:11:04: auch eben nicht?

00:11:05: Genau.

00:11:05: Und ich kann mir ja jeden Tag voll scharen ziehen, dass man mal kalt ist und da mein Haar ist aber ich kann mehr richtig anziehen.

00:11:11: Aber das ist eine Anpassung an die gegebenen Gegebenheiten, an die Situation.

00:11:18: Das ist dann hilfreich.

00:11:19: wenn ich mir richtig anziehe macht das Wetter auch Freude, egal ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint.

00:11:26: Also sind in Wirklichkeit zwei Dinge.

00:11:28: Das eine ist die Akzeptanz der Gegebenheiten, Dinge, die ich nicht ändern kann und auf der anderen Seite eben diese Handlungsfähigkeit sich zu fokussieren auch auf Dinge ,die ich ändern kann.

00:11:38: also es ist so eigentlich beides dass man theoretisch ein bisschen die Waage bringen könnte

00:11:42: Genau, dass wir einfach darauf schauen.

00:11:46: wo kann Ich den einen Einfluss nehmen auf die Situation?

00:11:52: Eine Möglichkeit habe ich immer, wie denke ich über die Situation?

00:11:56: Und für meine Gedanken bin alleine ich verantwortlich.

00:12:00: Wie denke ich auf eine Situation und wie denke Ich über mich, wie ich mich in dieser Situation verhalte?

00:12:07: Da kann ich immer ein Fluss drauf nehmen!

00:12:09: Gibt es da Fragen, die man sich vielleicht selber stellen könnte?

00:12:12: Oder eben so Denkweisen, wo die man vielleicht für sich identifizieren kann und sagen, ah jetzt ist mir der Gedanke wiedergekommen.

00:12:19: Aber jetzt habe ich ihn quasi identifiziert.

00:12:21: Jetzt kann ich ihn auch wieder wegschieben.

00:12:23: oder gesagt nicht der Gedankte.

00:12:24: Der braucht mich nicht mehr berühren.

00:12:26: Ja, da gibt's so drei Fragen, wie man sie vielleicht stellen kann nämlich Ist das wirklich so, wie ich mir das denke?

00:12:36: Oder kann man das auch anders sehen?

00:12:40: Und das Dritte ist vielleicht hüft mir das, was ich mir gerade denke.

00:12:45: Ist das hilfreich für mich?

00:12:48: Und wenn es nicht hilfreiche ist, wozu denke ich das dann?

00:12:53: Und man könnte vielleicht noch eine Frage dazu geben – Was würde ich denn meiner besten Freundin oder meinem besten Freund in der Situation raten?

00:13:01: Oder was würdet ihr darüber denken?

00:13:04: Also da ein bisschen Distanz zu bekommen, ist immer auch hilfreich.

00:13:07: Und ich kriege ihm Distanz zur Situation indem ich eben die Frage an eine Freundin weiter leite quasi mir vorstelle jemand anderer befindet sich gerade in dieser Situation

00:13:21: Genau, weil im Gespräch mit der Freundin und den Freunden da ist man oft auch ganz viel schlauer als wenn man bei sich selbst manchmal ist.

00:13:27: Auf jeden

00:13:28: Fall!

00:13:28: Und man is' auch nicht so kritisch... ...mit der Freundine.

00:13:32: Ja ja, selbstkritisch sind wir natürlich gerne.

00:13:36: Jetzt ist eine gesunde Vorsicht gut dass man sagt man geht es eben nicht wie ein Hans Guck in die Luft durch das Leben.

00:13:42: aber wann ist es denn zuviel?

00:13:44: Wann kommt dieses Nachdenken vielleicht auch vorsichtig sein?

00:13:49: lebende Situation, dass ich sage jetzt geht es echt nicht mehr.

00:13:54: Das ist wenn ich dann keinen Ausweg mehr aus dem Ganzen finde.

00:13:57: das heißt je frühzeitiger ich diese Gedanken stoppen kann, umso besser ist es.

00:14:04: Aber manche passiert sich auch, dass genau in der Nacht diese Gedanken kommen.

00:14:08: Man wird munter und dann fängt man an zum Krübeln.

00:14:12: Und dann will's man sich im Bett hin und her und die nennen das den Nullwege-Effekt.

00:14:16: Man kann nämlich das Problem wunderbar so ausrollen.

00:14:19: Es wird riesengroß aber es gibt nichts Anlösungen dafür.

00:14:25: Da wäre es gescheitert auch diese Situationsunterbrechen.

00:14:28: Also gerade, wenn ihr mitten in der Nacht munter werdet und ich bin da ein Problem verhaftet Unterbrechen die Situation unterbrechen aufstehen Auch Fernsehen gehen in der Situation tatsächlich das hilft weil er wird abgelenkt.

00:14:45: Fernsehs ist ein wunderbares Schlafmittel, oder?

00:14:48: Ja da gehen jetzt die Meinungen auseinander.

00:14:50: Also manchmal schon,

00:14:51: ja.

00:14:51: Manchmal stimmt das.

00:14:52: Manch mehr Fernsehe schlafen und das gibt's auch.

00:14:54: Aber sich abzulenken eben, dass man die Gedanken wegkommt.

00:14:57: Genau also aufzustehen nicht im Bett liegen bleiben weil man überhaupt nicht mehr schlaffen kann oder die Gedanken auch aufschreiben was auch helfen kann ist einen Podcast hoch.

00:15:08: Gerne gesund und glücklich natürlich!

00:15:09: Unbedingt

00:15:10: oder zu googeln welchen Resilienzlehrgang man so möchte Proges gibt es einen tollen.

00:15:18: Also man kann sich mit anderen Dingen einfach beschäftigen, die viel mehr Sinn machen in dieser Situation und dieses Problem lässt sich in der Nacht wahrscheinlich nicht lösen.

00:15:27: Da habe ich keinen Ansatz dafür.

00:15:29: Und das heißt bevor ich so zum Grübeln komme auf Distanz gehen oder auch eine Entscheidung nicht sofort treffen, wenn ich an einem Tag etwas entscheiden sollte wo ich mir nicht sicher bin.

00:15:45: Auch dazu sagen und noch darüber schlafen was anderes tun, Sport machen.

00:15:52: beim Sport habe man manchmal geniale Ideen.

00:15:55: also da wieder Distanz schaffen zu einer Situation und dann fällt es vielleicht leichter und das ist nicht hilfreich ewig zu recherchieren, um eine perfekte Entscheidung zu treffen.

00:16:11: Oh ja!

00:16:11: Weil das werden wir nie schaffen und das Leben ist ihr Versuch-und-Irtum.

00:16:17: Und da das anzunehmen ich kann für nichts Sicherheit haben und meine Entscheidung ist auch immer mit einer Unsicherheit gekoppelt.

00:16:27: und es kann sein wenn ich mir was kaufe dass es auch ein Fehlkaufe ist darf passieren, vielleicht kann ich es umdauschen oder ich arrangiere mich mit etwas und finde dann auch gefallen an etwas was immer so nicht vorgestellt habe.

00:16:42: Manchmal passiert ja dann das ist dann doch gut.

00:16:45: aber man wünscht sich eben diese Klarheit.

00:16:46: gerade vor Entscheidungen will man und jetzt gerne, deshalb habe ich vorher so dieses lauter Ja jetzt hineingerufen wir alle dann googlen wir mittlerweile wie für Befragende KI mit Entscheidungsgrundlagen und dass man die Grundkontra Liste möglichst komplett hat.

00:17:01: Das

00:17:02: kann gut sein, das kann aber auch in der zum Gewissen gerade belastend sein weil man eben mit dieser Liste niemals fertig wird.

00:17:08: Nein, man wird nie fertig und man kann nie ein hundertprozentig richtige Entscheidung treffen.

00:17:13: Das heißt es bleibt immer so auch immenses Mut zur Lücke oder diese Unsicherheit dass etwas nicht perfekt ist.

00:17:22: Aber Perfektion ist auch langweilig.

00:17:25: Dort was nicht perfektes dort wird's interessant.

00:17:30: Vieles kann man ja dann von den Entscheidungen auch wieder korrigieren.

00:17:37: Ist es das, was ich heute entscheide in zehn Jahren auch gültig?

00:17:42: Oder ist in zehn Jahr die Welt sowieso wieder andere und stehe ganz mal an?

00:17:45: Das weiß ich halt noch gar nicht!

00:17:47: Also er hat da nicht diese Wichtigkeit hineinleben sondern er darf wieder ein bisschen zu relativieren.

00:17:52: also wie wichtig ist diese Entscheidung, die ich heute treffe in einem Jahr oder in zehn Jahre?

00:17:56: und wen dann geht das in hundert Jahre noch?

00:18:00: Jemand Schlauers hat mir zu mir gesagt, was ist das, was jetzt gerade passiert im Vergleich zum Universum?

00:18:07: Also mal die Relation sozusagen.

00:18:08: Ist es wirklich so wichtig gerade?

00:18:11: und man ist halt oft dann auf einen Punkt fokussiert und sieht vor lauter Bäume in den Wald nicht mehr weil's ja... Weil man eben die Distanz vielleicht

00:18:19: nicht mehr

00:18:20: geschafft hat.

00:18:22: Jetzt ist diese Unsicherheit da und wir fürchten uns ganz oft vor Dingen, die ja gar nicht passieren.

00:18:30: Wir sind gesund und glücklich.

00:18:31: Es gibt Diagnosen, die plötzlich auf einen herein plasseln im Arbeitsplatzverlust, weil eh in Auseinander gehen oder Partnerschaften auseinandergehen, Menschen sterben im Umfeld vielleicht Dinge, die wirklich unvermittelt kommen, die mich zu richtig aus der Bahn werfen den Boden unter den Füßen wegreißen.

00:18:49: Kann ich mich auf das doch irgendwie vorbereiten?

00:18:52: Also jetzt klingt es blöd.

00:18:53: aber kann ich mich so resilient trainieren dass auch wenn sowas passiert den Boden eben nicht verliere unter den Füssen.

00:19:02: Dadurch irgendwie gut durchkomme ich.

00:19:04: Ich kann mich sehr viel mit Resilienz beschäftigen, einen Resilenzlehrgang besuchen und ich bleibe trotzdem verletzlich.

00:19:13: Und es kann immer passieren dass sich dem Boden unter den füßen verliert.

00:19:17: diese Unverwundbarkeit die wollte schon Siegfrieder Langen in dem im Drachenblut gebadet hat aber eine stelle blieb trotzdem verwunderbar.

00:19:26: Und so ist es mit uns im ganzen Leben.

00:19:28: Wir bleiben irgendwo verwundbar, das kommt immer auf die Dimension drauf an.

00:19:32: Manchmal kommen so viele Dinge einmal auf uns zusammen und das schafft man dann vielleicht nicht.

00:19:40: Dann geht's auch darum, das anzunehmen und zu sagen ja, das ist jetzt so!

00:19:46: Ja, es ist jetzt schwer – ich hab' das jetzt!

00:19:50: Das geht mir gerade nicht gut, das kann immer passieren.

00:19:54: Das, was passiert wenn ich mich mit Resilienz beschäftige.

00:19:57: Wenn ich mich im Vorfeld schon mit diesen Schutzfaktoren auseinander gesetzt habe, dann passiert es dass ich mich vielleicht schneller holen kann oder dass sie nicht so tief falle wie wenn ich nicht vorbereitet bin.

00:20:12: Ich vergleich das irgendwie so wie mit einem körperlichen Muskeltraining.

00:20:17: Menschen, die trainiert sind, die eine Muskelmasse haben können auch stürzen.

00:20:22: Die können sich genauso verletzen aber die erholen sich schneller und die kommen schneller wieder auf die Beine wie Menschen die keine körperliche Fitness haben.

00:20:31: für.

00:20:31: dies ist dann viel tragischer wenn da was passiert.

00:20:34: zur Resilienz gehört wahrscheinlich ein bisschen dass man diese Flexibilität

00:20:39: sich

00:20:40: aneignet oder erhält, dass wir alles sind in dieser Veränderung im Mitten drinnen.

00:20:45: Also wie Sie haben es zu Beginn gesagt die Digitalisierung KI – Alles kommt!

00:20:49: Es wird alles gefühlt anders.

00:20:51: Veränderungen passieren in einer Geschwindigkeit, die vielleicht schneller ... uns kommt's vielleicht schneller vor.

00:20:57: Ich trainiere den so auch diese Flexibilität, dass ja keine Veränderung ist jetzt da.

00:21:01: Ist es auch diese Akzeptanz zu sagen okay sie ist halt so.

00:21:05: Jetzt muss ich mich neu einstellen.

00:21:07: wie schaue ich denn das sich ein bisschen leichter diese Übergänge vielleicht schaffen?

00:21:12: Diese Flexibilität ist vielleicht auch eine Grundhaltung, wie wir durchs Leben gehen.

00:21:18: Dass wir uns immer wieder mit neuem beschäftigen und dass wir neugierig bleiben – das ist eine ganz wichtige Eigenschaft, die wir mitbringen können, diese Neu-Gear auf Neues dazulehren, offenbleiben sich für viele verschiedene Dinge interessieren.

00:21:36: Das hilft einfach!

00:21:40: viele lesen, sich mit vielen Geschichten auseinandersetzen.

00:21:44: Viele mehr schauen aber auch Musik hören also etwas lernen tanzen das alles kann helfen auch flexibler zu sein indem er einfach selbst quasi breit aufgestellt ist.

00:22:00: dann kann man so schnell nicht etwas umwerfen.

00:22:04: Also auch Wissen und diese Neugier.

00:22:06: Das finde ich einen guten Ansatz, dass man sagt bleibt nicht stehen sondern dieses lebenslange Lernen ist keine Floskel, sondern tatsächlich Bildung

00:22:13: ist ganz was wichtiges das was uns hilft mit Unsicherheiten umzugehen.

00:22:20: je mehr ich weiß umso besser kann ich damit umgehen.

00:22:24: Jetzt ist natürlich Resilienz, der Umgang mit Unsicherheit was zutiefst Persönliches.

00:22:28: Welche Rolle spielt denn auch mein Umfeld?

00:22:31: Meine sozialen Kontakte meine Familie wie auch immer dann rund um mich ist?

00:22:37: Der Mensch ist ein soziales Wesen und wir brauchen quasi von Beginn bis zum Schluss in unserem Leben mindestens eine Ernstprechperson.

00:22:49: Wir brauchen andere Menschen, mit denen wir uns austauschen können.

00:22:54: Wo wir Freude und Sorge teilen können.

00:22:58: Mit denen wir feiern können!

00:23:00: Mit denen auch weinen können!

00:23:03: Wo wir jemanden in den Arm nehmen – das brauchen wir als Menschen.

00:23:09: Und soziale Beziehungen sind extrem wichtig.

00:23:15: Ein Baby, wenn es auf die Welt kommt ist ja nicht überlebensfähig.

00:23:18: Das heißt das braucht eine Bezugsperson – das muss nicht die Mutter sein!

00:23:22: Aber es braucht eine bezugsperson, eine Person, die sich kümmert, wenn das Baby weint und es Bedürfnisse hat.

00:23:29: Das ist der erste Selbstwirksamkeitserfahrung, den ein Baby macht Und die ersten drei Jahre sind da entscheidend für das Leben.

00:23:37: Also es ist ganz wichtig dass Kinder positive Erfahrungen machen mit Menschen und nicht mit einem Display.

00:23:46: Also das ist ein ganz was Entscheidendes, dass auch jemand da ist der mich bei der Hand nimmt, der mich begleitet, lebenslänglich auch mitbegleitet.

00:23:58: also können immer wieder auch verschiedene Personen sein.

00:24:01: aber Freundschaften sind auch extrem wichtig Und gerade im Arbeitsleben fällt es besonders auf.

00:24:09: ich kann einen Job haben finanziell gut ist, der inhaltlich total Interessantes und wenn das soziale Umfeld nicht passt dann hilft es alles nix.

00:24:23: Ich habe am Sonntag im Abend Bauchwehre, wenn ich daran denke ich soll dann mal Montag wieder hingehen In einem Umfeld wo ich mich nicht wohlfühle.

00:24:32: Im Gegensatz dazu war ich dagegen Freundschaften am Arbeitsplatz hab Dann gehe mit viel mehr Freude hin Ich freie mich, wenn ich die Leid ziehe.

00:24:41: Ich kann mich auch austauschen!

00:24:43: Ich kann schneller Wissen erfragen.

00:24:47: Ich kriege schnelle Unterstützung.

00:24:49: Auch in der Arbeitswelt, wann immer nicht weiter war es und wir brauchen immer auch Unterstützung von anderen.

00:24:55: Niemand kann alles wissen.

00:24:57: Und von dem ist das ein wichtiger Aspekt dass wir einander vertrauen, dass wir füreinander auch da sind, dass sie uns gegenseitig unterstützen dass wir wohlwollend wertschätzend und respektvoll sind.

00:25:12: Und das ist auch gerade, wenn man vorher auch die sozialen Medien angesprochen haben – der Ton dort ist nicht immer der freundlich Wertschätzende.

00:25:19: Man versteckt sich hinterm Display und das kann schon belastend sein weil natürlich da gerade für junge Leute, die da sehr viel unterwegs sind, die vielleicht die soziale Kontakte zwar haben in der Schule oder wo auch immer.

00:25:33: aber über diese Geräte, die wir immer vor uns haben der Ton und die Wertschätzung, die Freundlichkeit und wie wir miteinander umgehen.

00:25:41: Da hat man manchmal das Gefühl da ist so ein bisschen das Kerze verloren gegangen.

00:25:47: Und es hinterlässt vielleicht auch eine Lehre wenn ich immer wieder schaue wo sind denn gerade andere unterwegs?

00:25:55: Die da immer schöne Bilder posten.

00:25:58: Das tut meiner Psyche nicht gut Wenn ich mich immer wieder mit dem auseinandersetze Wo mir ein schönes Leben vorgegaukelt wird.

00:26:06: Weil es ist nicht immer schön, was da gepostet wird in Wirklichkeit wie man sie erlebt.

00:26:10: Es schaut nur schön

00:26:11: aus.

00:26:12: Vielleicht auch das sich immer wieder zu vergegenwärtigen?

00:26:15: Man weiß wirklich nicht, wie's dem anderen gerade geht, was ja in Wirklichkeit abgeht.

00:26:20: Diese Bilder blenden natürlich...

00:26:22: Genau!

00:26:23: ...aber wer weiß, was der grad los ist?

00:26:25: und ich finde, das hilft auch immer wenn wir mit jemandem zu tun oder da auseinandersetzungen haben zu sagen, wer weiß was mit wo mit der oder die gerade zu kämpfen hat.

00:26:35: Das hat vielleicht gar nichts mit mir zu tun.

00:26:37: Das ist nur Schein, das was da gerade eine Momente aufnahme die da gepostet wird.

00:26:44: aber Realität ist etwas anderes und zur Realität gehören nicht diese Bilder sondern gehört es dass man Menschen sieht, dass man menschen spürt, dass wir Menschen riechen kann.

00:26:56: Und man sich dann auch an der Nase nehmen kann.

00:27:00: So sagen, ich gehe jetzt mal wieder raus und ich mach mir wieder mal was aus und ich treffe mich wieder einmal mit jemandem weil das ist schon auch so das Gefühl zumindest

00:27:07: seit

00:27:08: Corona dass man sagt okay das soll ja überhaupt nur

00:27:11: wohin gehen

00:27:12: sollen wir nur mit wem treffen?

00:27:14: wie passt die daheim auch

00:27:15: genau?

00:27:15: es ist

00:27:16: ja auch ok zum gewissen.

00:27:17: gerade aber diese diese Nähe die hilft uns

00:27:20: absolut Und vielleicht auch gemeinsame Unternehmungen, gemeinsam etwas spielen.

00:27:29: Auch etwas in die Hand zu nehmen haptisch.

00:27:32: Spiele sind extrem gesund und da lernt man vielleicht auch mit Unsicherheiten umzugehen weil bei einem Spiel weiß ich ja auch nicht ob ich gewinne oder nicht und ich lerne auch dazu verlieren und das ist ein wichtiger Punkt Man soll Kinder da nicht immer gewinnen lassen.

00:27:53: Die müssen auch da so eine Toleranz entwickeln, dass die Dinge manchmal nicht so gut laufen und die eigentliche Kunst besteht ja darin das man auch mit einem schlechten Blatt ein gutes Spiel machen kann.

00:28:08: Das können wir uns jetzt alle mitnehmen und zum nächsten Spieleabend einladen weil spielen der wirklich Spaß macht.

00:28:15: und jetzt haben wir gehört es lernen wir auch noch.

00:28:17: was dabei also sehr sehr spannend.

00:28:20: vielleicht zum Abschluss welcher Satz oder welche Gedanke hilft Ihnen denn persönlich, wenn es um Unsicherheit geht?

00:28:25: Um die Zukunft.

00:28:26: Wenn Sie so nach vorne blicken gibt's was, was Sie so haben?

00:28:29: Ja also mir fallen da meine Freundinnen ein, die dann mich trösten, wenns mir nicht gut geht und die sagen Es geht immer irgendwie aus.

00:28:39: Und das ist tatsächlich so.

00:28:41: Also bis also nach dem Motto, wenn eine Tür zugeht, geht die andere auf und das ist im Leben so.

00:28:47: Das geht sie immer alles irgendwie aus Das stimmt.

00:28:50: Zum Abschluss, meine Abschlussfrage, die ich immer stelle – was ist denn die eine Sache, die Sie täglich tun, die sie gesund und glücklich macht?

00:29:00: Ich poste täglich ein Bild des Tages auf meinem Status!

00:29:05: Und das sind für mich immer so.

00:29:06: diese kurzen Momente eines Tages, wo quasi der Tag auch unterbrochen wird und wo ich schaue, wo es heute etwas Schönes, wo ist was Interessantes... kann ich etwas erblicken, was man festhalten kann und was man teilen kann.

00:29:25: Und das sind oft Kleinigkeiten, sei es eine schöne Blume ein Regentropfen oder eine schöne Landschaft.

00:29:35: Täglich findet man etwas, was schön ist und das bringt mich auch in Bewegung

00:29:41: Sehr, sehr spannend.

00:29:42: Vielen lieben Dank für die Einblicke!

00:29:44: Vielleicht haben wir ein paar Denkanstöße gegeben – ich hoffe doch, weil für mich waren viele dabei.

00:29:49: Ich empfehle in dieser Stelle auch immer den OE-Nachrichten zu lesen natürlich gerne Mittwochs, den Gesundheitsteil und natürlich unsere Podcast folgen.

00:29:56: Wir haben schon so viele, die wirklich spannend sind, auch mentale ... Themen, die ich immer so wahnsinnig wichtig finde.

00:30:03: Also gerne nachhören auf Nachrichten.t.

00:30:05: slash Podcast und überall wo es Podcast gibt.

00:30:07: Ich sage vielen lieherzlichen Dank fürs Gespräch!

00:30:09: Ich sag dankeschön und alles Gute weiterhin!

00:30:12: Danke sehr!

00:30:14: Dieser Podcast wurde Ihnen präsentiert von Proges.

00:30:18: Wir schaffen Gesundheit.