00:00:03: Herzlich willkommen zu Gesund und Glücklich, dem Gesundheits-Podcast der Oberösterreichischen Nachrichten mit Elisabeth Eidenberger.
00:00:10: Im Serienspecial Wieder gesund!
00:00:13: Zurück ins Leben.
00:00:14: heute zu Gast Ines Thompson.
00:00:17: Die Diagnose Gehirntumor.
00:00:19: im Alter von drei Jahren risst die Linzerin aus allem heraus was sie sich aufgebaut hatte.
00:00:24: Heute erzählt sie wie sie durch diese Krise gegangen ist Was sie fast daran zerbrechen ließ Und Wie Sie am Ende Dadurch ihre wahre Berufung fand.
00:00:35: Stelle vor, du bist dreieinzwanzig Jahre alt Du hast eine wunderbare Familie, du hast tolle Freunde und deinen Traumjob gefunden.
00:00:42: Du bist als Flugbegeisterin auf der ganzen Welt unterwegs und dein Leben liegt vor dir wie so eine endlos lange Landebahn Und plötzlich von einem Tag auf dem anderen wird alles anders.
00:00:54: Du bekommst eine Diagnose die dein Leben verändern wird.
00:00:58: Genau das ist meiner Gesprächspartnerin heute passiert, was folgte war nicht nur ein Kampf um die Gesundheit sondern auch ein bisschen einer um sich selbst zu finden.
00:01:10: aber auch aus dieser Krise ist etwas neues entstanden, etwas Gutes entstanden.
00:01:14: Heute ist sie erfolgreiche Fotografin Sie ist Buchautorin Sie ist Spickerin Sie ist E-Frau und Mama Und ich freue mich dass wir heute plaudern können.
00:01:21: Herzlich Willkommen Ines Thompson.
00:01:23: Herzlichen Dank.
00:01:24: Ich freu mich dass ich da sind.
00:01:26: Jetzt kennen wir uns schon ein paar Tage, muss man gleich mal dazu sagen am Anfang.
00:01:29: Und ich glaube, ich werde dich heute wahrscheinlich nochmal ganz neu kennenlernen weil wir über deine Gesundheitsgeschichte plaudern werden und sprechen werden.
00:01:38: und jetzt habe ich schon ein bisschen gesagt im Alter von dreiundzwanzig Jahren so eine Diagnose zu bekommen kann sich wahrscheinlich jeder theoretisch vorstellen wie schlimm das ist aber praktisch natürlich nicht wenn man es nicht selbst durchlegt
00:01:48: hat.
00:01:48: Gott sei Dank.
00:01:49: Gott sei
00:01:49: dank ja absolut Ich würde gern vorher anfangen Gerne.
00:01:54: Wie waren die Innes mit einundzwanzig, zweiundzwantzig?
00:01:58: Was hat dich ausgemacht?
00:01:59: wie war dein Leben?
00:02:01: Mit
00:02:02: zweiund zwanzig dreiundzwanzig?
00:02:04: ich glaube das kennt jeder.
00:02:05: man ist so leicht alles ist leicht beziehungsweise also die ganze welt steht einem offen man kann alles erleben man ist gesund man ist fit man ist vital man kann einfach alle schaffen.
00:02:16: und Wie du schon gesagt hast, ich war dann Flugbegleiterin.
00:02:19: Ich bin geflogen und habe gewusst... ...ich werde die ganze Welt sehen oder sehe die ganzen Welt und ich habe es sehr
00:02:24: genossen.".
00:02:25: Und diese Leichtigkeit, glaube ich, macht das aus?
00:02:28: Diese Jugend aus!
00:02:30: Und da rechnet man natürlich am allerwenigsten mit irgendeiner Art von Diagnose, wenn einem den auch gut geht, wenn man sich denkt ja, es ist irgendwie... Das Leben ist schön und du hast eben diesen tollen Job, den du sehr genossener hast gefunden.
00:02:43: Wann hast Du gemerkt...?
00:02:47: Irgendwas passt nicht?
00:02:49: Es war ein Zufallsbefund.
00:02:51: Also es war eigentlich gar nicht so, dass ich gewusst habe da ist jetzt der Bastet was nichts sondern ihr habt einfach sehr viele Kopfschmerztage im Monat gehabt.
00:02:59: also bin zum Beispiel auf einem Flug von Wien nach New York habe ich fünf hunderte Paar gemäht genommen weil ich nicht mehr gewusst hab was ich machen soll bin dann aber zum Neurologen gegangen weil irgendwie war das komisch mit drei und zwanzig so starke Kopfscherzen.
00:03:15: Der hat gesagt, ja typische Migräne brauchen.
00:03:18: Migränemedikamente und machen aber zur Sicherheit weil ich zu jung bin eine Mathe.
00:03:25: Genau!
00:03:26: Und so eben drauf gekommen und zum Glück auch draufgekommen dass da in deinem Kopf ein tatsächlich Gehirntumor war.
00:03:33: Magst du uns deine Diagnose noch mal sagen was hattest du dann?
00:03:37: Es war ein pilozütisches Astrozytom und Gott sei Dank gutartig Das war nicht von Anfang an klar.
00:03:47: Das war eigentlich das Schwierigste in dem Ganzen, weil man nicht weiß wie geht es eigentlich weiter?
00:03:51: Die Operation ja aber wie ist das dann danach?
00:03:55: was passiert dann?
00:03:56: und das war eigentlich die größte Herausforderung in dem ganzen Und die Diagnose zu bekommen war überhaupt ganz.
00:04:03: du kennst das aus Filmen.
00:04:05: wenn man dann plötzlich also ich gehe aus diesem aus diesem Ärztehaus raus Und es war Tag, und du siehst plötzlich alles so langsam an dir vorbeiziehen.
00:04:19: Wie in diesen Filmen!
00:04:21: Und man glaubt dann immer ja das ist ein Film aber in Wirklichkeit war's bei mir auch so... ...und die Reaktion drauf war auch total komisch.
00:04:29: also ich hab' Das erste was ich gemacht habe ist mein Arbeitgeber angerufen und hab gesagt ich kann morgen nicht fliegen weil ich habe einen Gehirntumor also völlig schräg.
00:04:38: Statt dass ihr meine Mama anruft oder sonst irgendwas hab ich gleich einmal dort angerufen.
00:04:42: Aber das war für mich die logische erste Wahl, was man da jetzt quasi macht.
00:04:50: Schau, kriegst du die erste Gänsehaut in diesem Gespräch?
00:04:52: Das war echt arg!
00:04:54: Ja aber es war voll spannend, das war einfach trotzdem irgendwie... Man ist so klar.
00:04:59: und das was ich jetzt im Nachhinein auch immer wieder sehe Es hat alles so gekommen müssen dürfen und sein sollen.
00:05:07: Also hast du damit auch positiv abgeschlossen, wir haben vorher im Vorgespräch gesagt es ist doch schon einige Zeit her als dass du diese Diagnose hattest diese Box wieder zu öffnen und drüber zu sprechen.
00:05:18: Ist für dich auch spannend weil so in deiner Vergangenheit liegt und der Leben ja auch danach ganz viele Wendungen gemacht hat.
00:05:24: das über das Gemäher noch plaudern.
00:05:26: Du hast die Diagnose bekommen, es war total surreal dieses Erlebnis und jeder der schon mal mit seinem Befund rausgeht.
00:05:33: Vor allem wenn man eigentlich nichts erwartet oder man geht ja nicht hin...
00:05:36: Absolut nicht!
00:05:37: Ich habe ja was sondern würde mir sagen das ist es nicht.
00:05:41: dann steht da plötzlich Sehr wohl war es.
00:05:44: Wie groß war dieser Tumor?
00:05:45: Der
00:05:46: war schon dreieinhalb Zentimeter im Durchmesser, also schon relativ groß für den Kleinhirn.
00:05:51: Klein Hirnwurm eigentlich... Aber das sind alles so.
00:05:53: Dinge über die habe ich schon lange nicht mehr nachgedacht, nicht mehr gesprochen aber ja im kleinen Wurm und es war quasi im Gleichgewichtszentrum vom Gehirn.
00:06:02: Aber ich habe noch nichts gespürt, also keine Ausfälle, gar nicht.
00:06:05: Also keine Gleichgewichtsprobleme, nichts.
00:06:08: Es war dieser Kopfschmerz der sich dann wahrscheinlich auch dadurch geäußert hat und da sind sie draufgekommen.
00:06:13: Du hast gesagt okay OP war quasi Therapie der Wahl operiert.
00:06:19: es war dann keine Chemotherapie oder irgendeine Strahlentherapie notwendig?
00:06:22: Genau richtig!
00:06:24: Das war eigentlich das größte Glück an dem Ganzen.
00:06:26: Also ich bin damals noch im Wagner-Jarek operiert worden.
00:06:32: Ich weiß gar nicht, wie es ist jetzt heisst.
00:06:36: Teilt das Kuck auf jeden Fall?
00:06:37: Teiltes Kuck genau!
00:06:38: Neuro
00:06:39: mit Campus!
00:06:40: Genau richtig!
00:06:42: Damals eben noch Wagner Jarek und die war unfassbar beeindruckt, wie diese Operation verlaufen muss, wie sie mich vorbereitet haben.
00:06:51: Und auch wie die Betreuung war.
00:06:52: also ich war so dankbar dass ich eben toll betreut worden bin.
00:06:58: Bin relativ kurz nach der Diagnose operiert worden, das war auch ein großes Glück weil ich glaube darauf warten nicht zu wissen.
00:07:06: ist es jetzt bösartig?
00:07:07: werde ich daran sterben?
00:07:08: überlebe das.
00:07:09: Das war eigentlich so die schlimmste was ich vorher schon ganz kurz erwähnt habe aber trotzdem also es waren wirklich ganz genaue Untersuchungen für MRT-Untersuchungen und bin dann operiert.
00:07:25: Und was halt viel spannend war, ich hab mich vor der Operation tatsächlich einfach abschiedet.
00:07:29: Ich habe... Also das war für me so dankbar und das ist ganz so spannend, dass was da passiert ist eigentlich.
00:07:40: Es waren natürlich Ängste, ganz klar aber eher dieses Ja wenn es jetzt vorbei ist okay Das ist das im Nachhinein, wo ich jetzt noch immer ein bisschen Tränen in die Augen bekomme.
00:07:52: Weil ich habe mich einfach von meiner Familie und meinen Freunden verabschiedet.
00:07:55: Ich bin da gelegen und habe mir gedacht okay, wenn ich morgen nicht mehr aufhache... ...ich hab eine wunderbare Familie gehabt oder hab jetzt natürlich noch.
00:08:01: Jetzt darf ich natürlich vom jetzt sprechen aber ich habe eine ganz tolle Familie.
00:08:07: Ich habe wunderbare Freunde!
00:08:08: Ich habe ein tolles Leben gehabt.
00:08:09: Ich hab ganz viel von der Welt gesehen Und das in einer sehr kurzen Lebenszeit Und ich war erst in den Jahren zwanzig und das Einzige, was man so gedacht hat, war ... Ich hätte vorher gerne ein Baby gehabt.
00:08:27: Das wäre dann noch quasi so ein bisschen ein Ziel gewesen, dass
00:08:30: du
00:08:32: noch gern geschafft hättest und dass du ja jetzt auch geschafft
00:08:35: hast.
00:08:36: Genau, Baby und Hochzeit waren diese zwei Dinge, die einfach nur nicht abgeschlossen wurden.
00:08:41: Und wo ich mir dachte, boah, viel Schade!
00:08:44: Woher kommt diese Stärke, dass du auch sagen kannst können?
00:08:47: Also wenn es das jetzt war dann ist das auch zu akzeptieren.
00:08:50: Dass du mit so einer Dankbarkeit und einem fast ure Vertrauen nennest jetzt mal sagen kannst okay Dann ist das mein Schicksal oder denn ist das eben mein Weg gewesen?
00:09:00: Hast du das mal rausgefunden für dich woher das vielleicht auch kommt?
00:09:04: Glaube?
00:09:05: Ja also ich glaube Es ist tatsächlich der Glaube an etwas Größeres an Gott an die innere Stärke, ich kann es gar nicht genau sagen was da passiert ist.
00:09:16: Aber das Thema ist und wenn ich über das sprich ... Es ist glaube ich für den Betroffenen oder für die Betroffene oft ganz klar etwas zu tun ist.
00:09:25: Und für mich war es aber auch ganz traurig für mein Umfeld.
00:09:28: Also es war für mich eher so wie geht's meiner Mama?
00:09:30: Wie gehts mit meinem Papa?
00:09:31: Wie gibt's meine Familie?
00:09:33: Wann ist es stirb?
00:09:34: Also das war eigentlich meine größte Sorge.
00:09:36: Nicht einmal so.
00:09:37: Ja gut!
00:09:38: Ich bin dann eh weg.
00:09:39: Also bei mir ist dann eh vorbei.
00:09:41: Aber das einzige, was für mich ganz wichtig war und das habe ich auch mit meiner Familie besprochen.
00:09:46: Ich hab natürlich nicht gewusst wie die Gehirn-Operation ausgeht.
00:09:50: Weil es kann trotzdem immer etwas passieren.
00:09:52: Das wars mir halt einfach nicht.
00:09:55: Es ist Gott sei Dank gut ausgegangen und ich bin noch da!
00:09:58: Und ich bin aufgewacht, hab alles bewegen können und hab alles... Also es war einfach natürlich Schmerzen Aber es hat alles funktioniert.
00:10:06: Und das war der größte Geschenk, dann auch im Nachhinein gleich einmal zu wissen, wow okay die Operation hat super Funktioniert.
00:10:12: Es waren acht Stunden und sie haben's unfassbar gemacht.
00:10:17: Das ist mit Fördertheil vom Schädelgnochen hinten.
00:10:19: also Sie haben hinten aufgemacht.
00:10:21: Ich habe relativ viel Lika verloren bei der Operation und hab dadurch natürlich sehr viele Kopfschmerzen gehabt.
00:10:27: danach direkt danach Aber auch das hat sie wiederholt.
00:10:30: Und wie gesagt, für mich war die größte Angst aufzuwachen und irgendwelche Einschränkungen zu haben, schwere Einschränkungen so haben.
00:10:41: Wie ist denn deine Familie mit dem ganzen Thema umgegangen?
00:10:44: Jetzt bist du so jung gewesen.
00:10:47: Kenne deine Eltern ja auch ein bisschen deinen Bruder.
00:10:50: Das ist ja auch für Eltern und für die Familie.
00:10:53: Wie haben Sie das aufgenommen?
00:10:54: Wie haben sie dich vielleicht auch unterstützt in der Zeit?
00:10:56: Stärke!
00:10:57: Also es war jetzt kein Zusammenbruch meiner Familie, sondern ganz im Gegenteil.
00:11:01: Sie waren immer für mich da und haben mir unterstützt.
00:11:03: Egal was sie waren ständig bei mir im Krankenhaus.
00:11:06: Haben wir alles gebracht.
00:11:08: Waren einfach für mich auch.
00:11:09: Und ich glaube die Liebe und diese Unterstützung ist das größte Geschenk dass man da kriegen kann.
00:11:15: Jetzt hast du die OP hinter dir gehabt.
00:11:17: Vielleicht haben wir noch mal was, wie ist dann weitergegangen?
00:11:19: Du warst bisher nicht gleich wieder irgendwie zurück ins Flugzeug gehüpft wahrscheinlich.
00:11:22: Ja das stimmt!
00:11:23: Also es war nochmal zuerst zehn Tage bis ich glaube es waren circa zehn Tage der Woche bis da befunden gekommen ist gutartig oder bösartig.
00:11:30: Das war eine große Erleichterung.
00:11:32: Unfassbare Erleicherung, unfassbar weil nun war es quasi nur mehr Erholung.
00:11:37: also es war dann nur mehr gesund werden und nicht dann quasi nur die nächsten Stufen.
00:11:43: Dieses Unteranführungszeichen nur mehr erholen hat natürlich trotzdem sehr lange gedauert, weil ich habe Lumpal-Punktionen gehabt.
00:11:50: Ich hab eine große Narbe am Hinterkopf gehabt für der Teil vom Schädelknochen.
00:11:55: Es war natürlich eine große Herausforderung zuerst einmal auch körperlich aber ich war Gott sei Dank eben noch so jung.
00:12:02: dann geht das natürlich trotzdem schneller dass man sich von einer großen Operation erholt und da noch waren trotzdem diese psychische Komponente die ist es okay.
00:12:13: Wow, ich hab jetzt Kopfschmerzen gehabt.
00:12:15: Bin dann zum Arzt gegangen und habe jetzt quasi diese Diagnose
00:12:20: bekommen.".
00:12:21: Und das zieht sich tatsächlich auch noch bis heute durch.
00:12:23: also diese Angst davor zu dem Arzt zu gehen was passiert dann danach?
00:12:29: Also das hab' ich immer noch!
00:12:31: Und an dem arbeite ich jetzt auch grad stark weil es ist etwas was ich gern loslassen würde aber natürlich gar mit dreiundzwanzig... Ich glaube man is normalerweise halt mit zweiundzwantzig nicht mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert.
00:12:45: Und das bleibt dann natürlich ganz klar, aber in zur gleichen Zeit macht es auch noch viel mehr Dankbarkeit.
00:12:53: Ich sage halt jedes Jahr, jeder Tag ist eigentlich Bonus.
00:12:57: So ein Bonustag-Bonusjahr den ich jetzt erleben darf.
00:13:01: und die Zeit danach war deswegen auch schwierig, weil ich habe gewusst.
00:13:07: Ich wollte eigentlich wieder fliegen gehen.
00:13:09: Also ich wollte eigentlich wie der Flugbegleiterin sein, wollte wieder ins Flugzeug steigen aber schon alleine die Fahrt nach Wien war mir dann einfach zu anstrengend.
00:13:18: Einfach diese zwei Stunden allein im Auto das habe ich nicht geschafft lange nicht geschafft hab.
00:13:23: ich muss sagen ihr habt es erst sehr lang Unterstützung von Austrian bekommen.
00:13:27: also war wirklich unglaublich wie die mich sozial unterstützt haben wie lange die gesagt haben hey Wir unterstützen die, bleibt daheim so langs das brauchst und das ist halt dann.
00:13:37: irgendwann habe ich gesagt okay es wird nicht mehr.
00:13:39: Ich hab gewusst, ich kann momentan die Verantwortung für mich selber gar nicht übernehmen.
00:13:44: wie soll ich die denn übernehmen für dreihundert Fluggäste?
00:13:47: Weil man muss sagen viele Leute glauben halt Flugbegleiter-Flugbeleiterinnen sind nur dazu da, dass sie heute Getränke ausdeilen auch wenn wirklichkeit sein wir oder wir ja sprechen von wir, seine Flugbegleite erinnern für die Sicherheit an Bord zuständig und ich habe mir einfach nicht in der Lage gesehen, diese Sicherheit zu gewährleisten.
00:14:08: Und dann hab' ich gesagt okay, passt das war's jetzt?
00:14:10: Ich höre es auf!
00:14:12: Das heißt aber du hättest dürfen jetzt rein Medizinisch gesehen also fliegen jetzt auch macht er keine Probleme.
00:14:18: Bin gesund!
00:14:18: Sehr gut!
00:14:19: Bin ja gesund!
00:14:19: Das
00:14:20: passt
00:14:20: ja perfekt!
00:14:22: Aber für dich eben auch wichtig dass du sagst man muss sich hier auch so Hundertprozent auf mich verlassen können und dieses Risiko gehe ich dann auch für die Fluggäste nicht ein.
00:14:31: Also sehr verantwortlich
00:14:33: Dankeschön.
00:14:34: Aber und das darf ich mir verraten, es war dann gar nicht so leicht dich neu zu orientieren beruflich?
00:14:40: Genau.
00:14:40: also du kennst mich jetzt ein bisschen wie ein rechter Freigeist und ich habe einen Job gefunden was eh gar noch so leicht war.
00:14:46: Ich war ja auch in einem Alter wo man ja eventuell ein Baby bekommen könnte und krank war ich auch noch und zwei Jahre in meinem Lebenslauf haben gefehlt.
00:14:54: Also das war eigentlich gar nicht einfach.
00:14:57: Ich hab dann aber Gott sei Dank einen Job Und man ist entweder dafür geboren oder nicht und ich bin es definitiv nicht.
00:15:06: Das war für mich sehr schwierig, jeden Tag diesen Nine-to-five Job zu machen.
00:15:15: Ich war einfach unglücklich, obwohl ich einen Job gehabt habe.
00:15:18: Man muss dann dankbar sein, aber es war einfach nicht ... Ich hab das Gefühl, dass ist mir nicht mehr Lebensweg.
00:15:26: Direkt, also ziemlich kurz nach der Operation ist meine Mama mit mir zu einem Geschäft gegangen und hat mit mir gemeinsam quasi unterschrieben dass ich die Raten für meine erste Kamera bezahle.
00:15:39: Und das hat mich wirklich durch die Zeit gerettet.
00:15:42: Also auch durch die Krankenstandszeit habe ich ganz viel Fotografieren angefangen, wirklich geknipst, also irgendwas fotografiert alles was man in die Quere gekommen ist, quasi habe wieder abgelichtet.
00:15:52: aber es war halt auch so ein Thema, man denkt sich heute Ich habe jetzt das Geld nicht dafür, dass ich mir eine Spielreflexkamera kaufe.
00:16:00: Ich mache das später, ich mache das wenn ich älter bin und mehr Zeit oder mehr Geld habe.
00:16:05: Und dann war heute das Thema vielleicht geht es ja nichts mehr aus?
00:16:09: Dann habe ich meine erste Kamera gehabt und ich habe es geliebt.
00:16:12: Die hab ich eigentlich mit der ganzen Zeit damit verbracht eben zu fotografieren.
00:16:18: Du hast auch die Ausbildung dazu gemacht...
00:16:21: Genau!
00:16:22: Nur gar nicht so mit dem Berufswunsch, sondern eher als Hobby wahrscheinlich.
00:16:24: So nebenbei?
00:16:27: Genau!
00:16:27: Wann ist dann bei dir der Zeitpunkt gekommen wo du das gehört hast aus?
00:16:31: Ich werfe diesen Job hin der mich offensichtlich nicht glücklich macht und probiere es als Fotografin.
00:16:38: Also es war so dass ich die Ausbildung in der Prager Fotoschule gemacht habe neben meinem Beruf und ich habe gemerkt, boah das erfüllt mich.
00:16:49: Und ich hab eigentlich jede freie Minute, jede muntere Minute tatsächlich verwendet um dazuzulernen.
00:16:56: Es ist relativ schnell gegangen dass ich halt dann drauf gekommen bin mit Menschen fotografieren.
00:17:01: Das macht man am meisten Spaß!
00:17:02: Ich habe dann alle Aufgaben die gestellt wurden hat mit Menschen umgesetzt und ich hab es geliebt.
00:17:08: also es war wirklich genau das, was ich immer machen wollte.
00:17:11: Aber natürlich, du gehst nicht an und sagst, hey, ich mach mich selbstständig!
00:17:14: Weil ich war jetzt gerade ... Ich hab keinen Job gehabt, ich war grad krank... Und ich war aber dann in einer Phase, wo ich siebenundzwanzig Kopfschmerztage im Monat gehabt habe.
00:17:24: Also wirklich jeden Tag Kopfschmetzen gehabt.
00:17:27: Ich hab beim Aufstehenkopfschmerzen gehabt, beim Schlafengehenkopf schmerzend gehabt.
00:17:30: Die hat dann sehr viele Medikamente genommen.
00:17:33: Also ich hab dann Triptanen genommen gegen die Migräne, habe aber von denen viel zu viele genommen und hab von dem wieder Migränen bekommen.
00:17:41: Und dann denkst du so, boah!
00:17:42: Jetzt hab ich an Gehirn nochmal überlebt, hab diese Operation überlebte... ...und jetzt hab' ich so viele Kopfschmerzen dass mir eigentlich das Leben nicht mehr gefreut.
00:17:49: Das war eigentlich so ein Moment weil man dachte okay, so kann's nicht weitergehen.
00:17:54: Ich war dann bei einem Bekannten von mir zur Besuch in Stuttgart und bin heimgefahren und habe aber beim vorm Heim fahren dummerweise Medikamente genommen, weil ich es wieder so Kopfschmütten gehabt hab.
00:18:05: Und bin auf der Autobahn eingeschlafen und ging an den Lkw gefahren.
00:18:10: Gott sei Dank!
00:18:11: Wieder mal... Es war nicht mehr Zeit zu gehen.
00:18:14: Ich bin an den lkw angefahren Der hat mich weggedrückt quasi wieder auf die andere Spur Bin aufgewacht Und natürlich das Auto war kaputt, da war ich gelebt.
00:18:26: Da habe ich gewusst, wenn ich jetzt nichts ändere Dann geht sie das nie mehr aus.
00:18:30: Das geht sich nicht mehr aus, das zu
00:18:32: überleben.".
00:18:34: Ich habe dann eben vorher auch schon einen Zug gemacht auf die Migräne Medikamentation und war dann beim Neurologen – der hat mit mir ein neurologisch-psychiatrisches Gespräch geführt, das sehr aufschlussreich war!
00:18:47: Und er hat unter anderem gesagt ich darf den Job verlassen und noch mehr?
00:18:54: Und ich hab das dann gemacht.
00:18:56: Ich habe dann Stunden reduziert, eh schon damals gehabt.
00:18:58: Weil ich merkte, okay, ich schaffe es gar nicht mehr, dass ich alles gleichzeitig handle also den Job und den zweiten Job quasi denen noch nicht offiziell war aber wo ich halt einfach freunde fotografierte und so hab dann schon Stunden reduzieren und habe dann mich selbstständig gemacht und mit dem ersten Tag der Selbständigkeit habe ich keine Kräne mehr gehabt.
00:19:17: Also dann merkt man schon, was die Psyche da auch ausmacht und das eigene Wohlbefinden.
00:19:21: Und dass man halt irgendwo weiß, man ist richtig.
00:19:24: Das leidet dann nicht irgendwie durch einen Job der einen keinen Spaß macht.
00:19:28: Und das muss man ganz offenbar auch sagen.
00:19:31: Naja es gibt viele Leute, die ihren Job vielleicht nicht ganz so gern machen aber denen's vielleicht so ähnlich geht auch mit dir du auch nicht gleich von einem Tag auf den anderen gesagt hast, das takt man jetzt mache ich nicht mehr.
00:19:39: Nein
00:19:39: natürlich nicht!
00:19:40: Sondern
00:19:40: du dann trotzdem dabei geblieben bist.
00:19:43: bist du irgendwie diesen Ausweg für dich danach gesehen
00:19:45: hast?
00:19:46: Natürlich, aber das bedeutet natürlich auch sehr viel Mut.
00:19:50: Also jetzt im Nachhinein kann ich das sehen.
00:19:51: Damals war es halt alles ganz ... Ja, das hat halt alles so passieren dürfen.
00:19:56: Aber da zu gehen und dann sagen okay... Ich mach das jetzt einfach, ich mache mir selbstständig.
00:20:02: War natürlich trotzdem ein großer, großer Schritt!
00:20:05: Und ja wie wir jetzt wissen was mit dem NachhINEIN natürlich immer besser ist, es hat unfassbar gut funktioniert.
00:20:13: so dankbar für diesen Lebensweg, für diesen neuen.
00:20:18: Hast du dir in dieser ganzen Zeit jetzt auch psychologische Hilfe geholt?
00:20:23: Immer
00:20:23: wieder mal!
00:20:26: Einfach drüber zu sprechen und Dinge aufzuarbeiten.
00:20:29: Ich glaube das ist irrsinnig wichtig.
00:20:31: Wir haben alle unser Backel zum Drogen.
00:20:34: jeder da bin ich immer hundertprozentig sicher und manchmal einfach mit wem zu sprechen sagen hey mir geht es gerade so Was kann man da machen?
00:20:43: Das hilft sehr.
00:20:44: Und ich glaube, das ist ganz das Gegenteil von Schwächer, sondern dass man sagt, ja stimmt!
00:20:49: Da war was – ich sollte mal das anschauen.
00:20:51: Das ist eigentlich auch mutig.
00:20:53: Das möchte jetzt nicht nur für mich sagen, sondern zu jedem der sich denkt, boah, ich struggle da jetzt gerade mit irgendeinem Thema und so sage ich schau mir das an und ich schaue nicht weg.
00:21:03: Und das ist eigentlich das, was dann ausmacht und was dann halt einfach Themen lösen
00:21:06: darf.".
00:21:07: Also diesen Mut zu haben, vielleicht können wir jemandem auch Mut geben mit dem
00:21:11: Gespräch.
00:21:12: Das
00:21:12: soll es ja auch sein!
00:21:14: Du fotografierst ja heute im Menschen wie du gesagt hast und auch gerne irgendwie die Geschichten dahinter zeigst die Menschen von ihrer schönsten Seite.
00:21:25: Hat dich da auch deine Krankheitsgeschichte geprägt dass du vielleicht da auch anders hinschaust.
00:21:29: jetzt auf die Leute die du fotografierest?
00:21:31: Ganz bestimmt Ich habe lange nicht gewusst, warum.
00:21:34: Also ich bekomme wunderschönes Feedback von meinen Models, egal ob Profimodels oder einfach unter Anführungszeichen normale Menschen oder Kinder.
00:21:45: und es ist immer so schön zu hören wenn ich Fotos mache und sie sagen, weil ich gar nicht wusste dass ich so schön sein kann.
00:21:51: Ich hab nicht wusst das ich so aussehen kann.
00:21:58: Wunsch oder halt einfach dieses Glück wirklich das schönste Menschen sehen zu dürfen.
00:22:04: Und ich kann da nicht genau sagen, woher das kommt?
00:22:06: Es ist ein Gefühl.
00:22:07: es ist für mich ganz wichtig dass sie das gegenüber wohl fühlt Dass ich wirklich zuhöre, dass ich da bin und dass ich wirklich präsent bin auf dem Schutt und dass ja auch den Platz gebe weil manchmal ist es so, dass man einfach nur mal gesehen werden möchte.
00:22:19: und dieses Sehen dass ich Menschen sehe, das kann ich geben.
00:22:25: Und das ist halt was Wunderschönes.
00:22:27: und wenn Menschen dann einfach wirklich draus Mut schöpfen, Kroff schöpfe, dann ist es für mich das Allerallerbeste, was ich mir nur vorstellen kann.
00:22:35: Jetzt hätte wahrscheinlich den XXIII-Jährige's Ich diesen Weg nicht vorhergesagt.
00:22:39: Wahrscheinlich
00:22:40: nicht!
00:22:41: Was würdest du denn aus heutiger Sicht deinem XXIII jährigen ich gerne sagen?
00:22:44: Wo du sagst, ähm ... Das hätt' mir vielleicht geholfen, wenn ich das schon gewusst hätte damals.
00:22:51: Vertrauen Vertrauen ins Leben, vertrauen in den Weg, vertrauen sich selber.
00:22:56: Vertrauen in Gott!
00:22:57: Also ich hab auch wieder total zu meinem Glauben gefunden und das macht's aus einfach dieses Wissen es wird schon alles gut werden Es geht gut raus Und das glaube ich hätte mir schon geholfen
00:23:12: weil es ja eben schwierig ist, wenn man so eine Diagnose vorgeknallt kriegt, dass man dieses Vertrauen noch hat.
00:23:17: Was würdest du den anderen Menschen sagen die genau in dieser Situation sind?
00:23:21: Die vom Arzt heim kommen mit einem Zettel wo eine Diagonose draufsteht, die jetzt in welcher Ausbildung auch immer einfach schlimmer ist?
00:23:29: Hättest du irgendwas was du sagst, das macht's vielleicht so oder habt einen Tipp?
00:23:35: Irgendwas was du sagtest?
00:23:36: ach das wäre vielleicht etwas.
00:23:40: Also das ist sehr schwierig.
00:23:42: Wirklich sehr schwierig, weil jeder Mensch so unterschiedlich ist.
00:23:44: Jeder Mensch so anders reagiert.
00:23:47: aber Hilfe zu holen, auch psychologische Hilfe einfach Unterstützung zu holt man muss nicht alleine durch wenn man irgendwie die Möglichkeit hat dass man einen anderen Seite hat der wirklich hinter einem steht bei einem steht.
00:24:02: Es hat uns in unserer ersten Folge übrigens die Psychologin Christa Schierl auch gesagt, sich ein Rudel zuzulegen.
00:24:10: Das sind dann doch schwierige Seiten verhilft das kann man durch auch... aus schon in der Zeit davor machen oder in jederzeit.
00:24:17: In jederzeit?
00:24:17: Natürlich!
00:24:18: Weil man ja nie weiß, was kommt aber sich mit guten Menschen zum geben wo man weiß auch wenn man etwas nicht so gut läuft und das ist jetzt ob es gesundheitlich ist oder im Job ist vielleicht da die richtigen Leute um sich zu haben und dass könnten wir uns eigentlich jederzeit
00:24:31: kümmern.
00:24:32: Aber ist das nicht prinzipiell das schönste im Leben?
00:24:34: Dass man war's... Man hat einfach Menschen um sich dir einen lieben die für ihn da sind Und das ist auch eines der größten Geschenke die wir bekommen können.
00:24:43: Aber ja, es ist natürlich eine Selbstverantwortung.
00:24:45: Und die müssen wir wahrnehmen in Wirklichkeit.
00:24:51: Wir müssen uns um unsere Gesundheit kümmern.
00:24:52: Wir wissen natürlich nie was passieren wird aber dass wir halt einfach auf uns schauen.
00:24:58: Auf welche Art auch immer.
00:25:00: Jeder ist verschieden.
00:25:03: Wie schaust du heute auf deine Gesundheit?
00:25:05: Sehr!
00:25:06: Also ich muss schon sagen, ich schaue das sehr drauf.
00:25:08: Ich versuche einfach das Beste.
00:25:10: was geht mit einem kleinen Kind.
00:25:12: Brauche die jetzt nicht genauso erklären?
00:25:14: Bewegung hat man zumindest!
00:25:16: Wenn es auch nicht die Gesühne ist, dass sie eben runterbücken.
00:25:21: Aber nein!
00:25:21: Es sind natürlich Bewegungen, so gut es geht genügend Schlaf, sogut es geht gutes Essen, also ich muss das immer dazusagen weil es gibt Phasen da geht's heute einfach nicht und es gibt phasener gehts besser und es gibts schlechter.
00:25:35: und ad sich einzugestehen ja ich probiere alles und was geht geht Und da sind nicht noch mehr Stress sein, jetzt mal eine zu haben.
00:25:41: Also was ist das für mich?
00:25:43: Nicht nur mehr Stress zu machen, dass man sagt ja ich muss jetzt gesund essen weil wenn ich nicht gesund bin werde ich gleich wieder krank.
00:25:48: also das habe ich nie, aber ich versuche natürlich trotzdem darauf zu achten ohne Druck.
00:25:54: Aber mit dem Ziel
00:25:55: sich einfach gesund zu ernähren, gesund durchs Leben zu gehen damit wir noch viele gute gesunde Jahre vor uns haben.
00:26:01: worüber kannst du dich heute noch ärgern?
00:26:04: Gott sei Dank wieder ganz viel.
00:26:06: Ja, wirklich?
00:26:07: Also das war tatsächlich kurz... also so ganz normal!
00:26:10: Das war so kurz nach der U-Bahn und man dachte oh mein Gott wie kann man es übers Wetter ärgern?
00:26:15: oder wie kann wir noch Liebeskummer haben?
00:26:17: Oder das war auch so ganz schräg weil man sich denkt okay meine Sorgen waren jetzt halt so ganz anders Und dann sind solche Sorgen kummern dann so klar vor.
00:26:27: Aber Gott sei dank sind die wieder größer geworden und da haben wir wieder viel mehr Platz.
00:26:32: Das macht das Leben wieder normal.
00:26:33: Und zu dieser Normalität zurückzukehren war eigentlich ein großer Schritt, also ich versuche natürlich nicht, dass ihm jetzt über das Wetter ärgert.
00:26:41: aber prinzipiell ich sage nur es wäre wieder möglich.
00:26:44: Also diese große Dimension, so quasi über was ärgert sie euch.
00:26:47: Ich habe viele ärgere Probleme und jetzt in der Normalität kann man sich wieder ein bisschen aufregen.
00:26:53: Genau!
00:26:54: Ist ja okay!
00:26:55: Das lernt man da neuerst wo man dann sagt ok das darf sein, das darf auch Platz haben.
00:26:59: Es ist natürlich die Frage wie lang lasst man es zu?
00:27:02: Ist wirklich notwendig, wie?
00:27:03: ich gehe mit solchen Situationen um?
00:27:07: Und da bin ich jetzt schon wieder in dieser nächsten Phase, wo ich sage befasse mich jetzt so viel damit dass ich sage In Wirklichkeit ist es so, dass sie nicht ärgern.
00:27:16: Aber wenn das Wetter auch mal nicht so gut ist, weil es hat ja alles positive Seiten und muss man halt immer sagen, gell, wenn's regnet haben wir unsere Pflanzen wieder Wasser.
00:27:24: So ist es mit Gubbi-Stiefel die in den lagen Hupfen ist.
00:27:27: Ist auch lustig!
00:27:29: Wie lebst du jetzt anders als vorher?
00:27:31: Wenn du nur ein bisschen zusammenfassen können... Natürlich hast du die beruflich verändert, du schaust auf deine Gesundheit, gibt es noch was wo du sagst, in der Richtung habe ich mich echt verändert?
00:27:39: Ja komplett.
00:27:40: Also ich bin, ich weiß nicht wie es für dich ist.
00:27:43: Weil du kennst mich natürlich lange aber es gibt... Es ist wie wenn ich ein komplett anderes neues Leben führe neue Persönlichkeit, neue Ausrichtung, neue Einstellungen.
00:27:54: also egal was du mich fragst Ich weiß nicht ob ich noch gleich ausschaue.
00:28:00: Nein wirklich jetzt!
00:28:01: Also ich habe echt das Gefühl ich bin alles was da vorher war nachdem ich quasi nicht nur vor der Diagnose, sondern auch nach dem Ganzen.
00:28:09: Das hat natürlich Jahre gedauert bis ich mich wirklich richtig gefangen habe.
00:28:12: Es hat lang dauert und das ist okay.
00:28:14: Aber seitdem ... es hat sich so viel dauerhaft so viel an mir gearbeitet.
00:28:20: Soviel an Beziehungen gearbeitet, soviel verändert was mein Leben betrifft.
00:28:25: Ich hab zum Beispiel meinen Mann, ich hab Gusti, den irgendwie nicht in Österreich gefunden... Und ich hab gelernt auf meine Intuition zu hören, auf meinem Bauchgefühl zu hören Und ich hab gewusst, er ist noch da.
00:28:38: Ich habe dann einfach auf ein Rubar gefunden und wir haben uns jetzt ein wunderschönes Leben hier aufgebaut.
00:28:45: Und ich habe einen Sohn der mein ganzes Leben ist und den ich unendlich liebe.
00:28:52: Genauso meinen Mann!
00:28:53: Das ist einfach diese Liebe und diese Dankbarkeit und diese Möglichkeit zu haben wie gesagt jeden Tag Bonus Tage zu haben und zu leben, das verändert natürlich ganz viel.
00:29:05: Und sich mit sich selbst so beschäftigen, weil man weiß umso besser es mir geht, umso bester gehts auch meinen Umfeld.
00:29:14: Für mich war einfach klar ich habe jetzt einen kleinen Menschen geboren und ich mich dem so viel wie möglich mitgeben.
00:29:21: aber das kann ja nur wenn ich meiner Kraft bin.
00:29:25: Also diese Selbstfürsorge auf sich zu schauen?
00:29:28: Das sagen auch ganz viele, die hier sitzen.
00:29:30: Dass man doch einmal kurz wach gerüttelt wird und sagt okay ich bin auch wichtig!
00:29:34: Natürlich ist es ganz wichtig weil wie gesagt was hat wer davon wenn es uns nicht gut geht?
00:29:40: Was würdest du rückblickend noch sagen?
00:29:42: Was hat dir am meisten geholfen in deiner Krankheitsphase?
00:29:52: Vertrauen das alles zu kommen wie's kommt so wie's kann man darf und dass der Weg schon ein richtiges.
00:30:02: Schöne Abschlussworte.
00:30:03: Liebe Ines, vielen lieben Dank für's Zuhören!
00:30:07: Sehr inspirierend.
00:30:07: alles Gute und wir sehen uns hoffentlich ganz bald wieder.
00:30:16: Danke schön!